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9.1 Die Hoffnung der Christen

Die Hoffnung der Christen besteht im Vertrauen auf die Herrschaft und den Plan Gottes, die ihr Ziel in der Wiederkunft Jesu Christi am Ende der Zeiten finden.

Gottes Verheißungen an sein Volk

Gott wirkt in der Geschichte. Christen glauben an Gottes Gerechtigkeit, die durch das Weltgeschehen auf die kommende Verherrlichung hinarbeitet, die dem Wirken und Leiden Christi folgt. Seine persönliche Wiederkunft wird das neue Zeitalter einleiten.

Die Erfüllung von Gottes Plan

Die Predigt der Apostel veranschaulichte den christlichen Glauben, dass Jesus wiederkommt und alles neu macht, dass er sein Heilswerk erfüllt.

Christus kommt als die langersehnte Erfüllung und Vollendung des Heils, das im Opfer am Kreuz bereits gewonnen wurde.

Die Niederlage der Feinde Gottes

Das Ergebnis des Kampfes zwischen Gut und Böse steht bereits fest. Der Tod und die Auferstehung Jesu haben die Niederlage der Sünde, des Todes und aller bösen Mächte besiegelt.

Doch erst bei Christi öffentlicher und machtvoller Wiederkehr wird sich Gottes Gerechtigkeit ganz zeigen. Dann wird Gottes Sieg allen offenbar werden.

Lebendige Hoffnung

Es ist Christus, der die Christen mit der vertrauensvollen Erwartung erfüllt, die von der Bibel „Hoffnung" genannt wird. Alle Stellen des Neuen Testamentes, die die letzten Dinge beschreiben, richten ihre Aufmerksamkeit auf ihn.

Die Auferstehung Jesu gibt uns Mut. Dass wir wie er von den Toten auferstehen werden, um den neuen Himmel und die neue Erde zu genießen, wo Tod und Verwesung verbannt sind, ist unsere lebendige Hoffnung. Die Nachfolger Christi warten auf einen neuen, unzerstörbaren und kraftvollen Leib. Zwar hat dieser neue Körper eine Beziehung zur alten Existenz, doch nach der Aussage des Paulus ist er auch grundsätzlich anders.

Unerschütterliche Hoffnung

Die Qualität der christlichen Hoffnung liegt darin, dass sie Mut und Geduld verleiht für die Gegenwart. Sie ist weder ein vages Verlangen nach besseren Zeiten, noch resigniertes und passives Nachgeben gegenüber den Problemen des Lebens, während wir auf ein besseres Morgen warten.

Diese Hoffnung, deren Mitte in Christus liegt, hat die Kirche in der Verfolgung und Not durch die Zeiten getragen. Es ist eine Hoffnung, die Angst zerstört und Pessimismus in gottgewirkten, praktischen Optimismus verwandelt.

Reinigende Hoffnung

Unsere Hoffnung auf die zukünftige Wiederkunft des Herrn sollte einen tiefen Einfluss darauf haben, wie wir heute leben. Unsere Hoffnung ist nicht die eines Neugierigen, dem es nur um die Einzelheiten geht, die Zeichen und das Datum, während er selbst distanziert und unberührt bleibt.

Für den Christen ist die Wiederkunft Christi eine Realität. Er wird seine Prioritäten, seine Entscheidungen und seinen Lebensstil durch den Gedanken an das Kommen des Herrn prägen lassen.

Hinweis

Die Geschichte des Christentums zeigt, dass diejenigen, die ihre Augen auf das kommende Leben richten, auch in diesem Leben Erfolg haben.

Bibelstudium

Denkanstöße

  1. Lies 1. Petrus 1, 1-12. Unter welchen Bedingungen lebten die Leser dieses Briefes? Wie kann ein Christ trotz der Prüfungen „voll Freude sein" (V. 6) und „jubeln" (V. 8)? Welcher Art ist die christliche Hoffnung, und woraus entsteht sie?
  2. Die Christen lieben jemanden, den sie nie gesehen haben (1. Petrus 1, 8). Wie entsteht solche Liebe, und wie wird sie zur Realität? Vergleiche deine Antwort mit Römer 15, 4.
  3. Wie siehst du der Zukunft entgegen? Welche Ängste hast du vor der Zukunft?
  4. Auf welche Weise kann die christliche Sicht der Zukunft einen ernstzunehmenden Beitrag zur Gesellschaft leisten, und ihrem Bemühen mit den Problemen von Morgen fertig zu werden?

 

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