Bibelgrundkurs auf Salomo.net

8.5 Die Riten der Kirche

Die Taufe und das Herrenmahl wurden beide von Jesus Christus als dynamische Symbole des Evangeliums eingesetzt. Das Wasser der Taufe bedeutet Reinigung und den Eintritt in Gottes Kirche. In Brot und Wein des heiligen Abendmahles empfangen wir Christi Leib und Blut, die er in seinem Tod für uns gegeben hat.

8.5.1 Die Taufe

Aufnahme in die Gemeinde

Seit dem Befehl Christi, Jünger zu machen und sie im Namen der Dreieinigkeit zu taufen, ist die Taufe mit Wasser das äußere Unterscheidungsmerkmal der Christen.

Mehr als ein Symbol

Als ein äthiopischer Beamter von Philippus getauft wurde, war er voller Freude, obwohl er nur wenig über Jesus wusste. Die Taufe ist ein machtvolles Ereignis. Wenn sie recht empfangen wird, wird sie für den Christen zum Mittel der Gnade Gottes.

Das alte Leben stirbt

Die Taufe ist der Abschied vom alten Leben - der Täufling wird in den Tod Jesu getauft. Damit wird angedeutet, dass er mit Jesus gekreuzigt wurde und dass sein sündiges egoistisches Leben der Vergangenheit angehört.

Auferstehung zu neuem Leben

Die Taufe ist die Auferstehung zu neuem Leben. Sie spricht auf mächtige Weise zu den Christen von der Auferstehung in Christus, vom Wandel im Licht und vom Frieden mit Gott.

Identifikation mit Christus

In seiner eigenen Taufe identifizierte sich Jesus mit der sündigen Menschheit. In unserer Taufe genießen wir das Privileg, uns mit ihm zu identifizieren, ohne uns zu schämen, unter seinem Namen bekannt zu sein.

Das Mahl des Herrn

Gedächtnismahl

Christus hinterließ uns kein Denkmal; er hat noch nicht einmal ein Buch geschrieben. Aber er hat uns ein Gemeinschaftsmahl hinterlassen, in dem wir ihm nahesein und uns an das Opfer seines Leibes und Blutes erinnern können, das er in seinem Tod für uns gegeben hat. Das wird im Blick zurück deutlich.

Gemeinschaftsmahl

Im heiligen Abendmahl wird nicht ein toter Christus verehrt, sondern der auferstandene Heiland. Im Teilen von Brot und Wein dankt ihm sein Volk, preist ihn und nutzt die Gelegenheit, die Gemeinschaft mit dem auferstandenen Herrn wiederherzustellen. Der Blick geht nach oben.

Einverleiben

Jesus befahl seinen Jüngern, als er mit ihnen zusammensaß, das Brot zu „nehmen". Dabei geht es nicht um eine Ein-MannShow. Wir sind keine Zuschauer sondern Teilnehmer; wenn wir in der richtigen Haltung zum Abendmahl kommen, so empfangen wir Gottes Gnade und Kraft für unser christliches Leben. Der Blick richtet sich nach innen.

Teilnehmen

Die Jünger tranken alle aus dem Kelch, als er von einem zum anderen gereicht wurde. Es ist tatsächlich eine Gelegenheit zum Teilen. Die Gläubigen kommen hier nicht nur als einzelne zusammen, sondern als Familie. So sieht es von außen aus.

Vorwegnehmen

Christus sagte seinen Jüngern, sie sollten das Abendmahl regelmäßig halten bis zu seiner Wiederkunft. Dann werden wir direkte Gemeinschaft mit ihm haben, von Angesicht zu Angesicht. So ist das Mahl ein Wegweiser in die Zukunft. Der Blick geht voraus.

Hinweis

Wir sollten den Wert dieser beiden von Christus eingesetzten Ordnungen nicht unterschätzen. Durch sie können wir zu einer tieferen Einsieht des Todes Christi und seiner lebendigen Gegenwart kommen.

Bibelstudium

Denkanstöße

  1. Lies Lukas 22, 14-27. Warum hat Jesus dieses Ereignis mit dem alttestamentlichen Passahmahl (siehe 2. Mose 12, 25-27) in Verbindung gebracht, und mit dem neuen von Jeremia prophezeiten Bund (Jeremia 31,31-34)?
  2. Lies Apostelgeschichte 16.29-33. Diese Verse beschreiben die Taufe als ein wichtiges Ereignis im Leben des Christen. Warum ist die Taufe so wichtig?
  3. Mit welcher Einstellung solltest du zum Abendmahl oder zur heiligen Kommunion gehen? Solltest du dich auf Christus, dich selbst oder deinen Nachbarn konzentrieren?
  4. Suche nach den ermutigenden und entmutigenden Elementen jenes Abends. Was erfahren wir dadurch über das Evangelium und über uns selbst?

 

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