Bibelgrundkurs auf Salomo.net

8.4 Vollmacht und Aufgabe der Kirche

Die Kirche ist keine passive Gruppe in der Gesellschaft. Sie erhält ihre Kraft und ihre Zielrichtung von Jesus Christus, der ihr Vollmacht gegeben hat, ihren Auftrag zu erfüllen.

Wächter der Wahrheit

Die Kirche schafft nicht selbst Wahrheit, sie wacht nur über sie. Sie wird als Säule der Wahrheit angesehen, als Bewahrer des Glaubens, der Gottes Volk anvertraut wurde.

Deshalb muss die Kirche den Aposteln sowohl in der Lehre als auch im Auftrag nachfolgen. Sie muss allerdings mehr tun, als über die Wahrheit nur zu wachen, sie muss sie auch verkündigen. Sie muss mehr tun, als nur zu reden, sie muss die Wahrheit reden. Die Kirche muss schriftgemäß denken und ein Herz für die Mission haben.

Korrektur der Schwachen

Die Bibel lehrt, dass der Autorität der Gemeindeleiter hohe Achtung zukommen muss wenn in der Gemeinschaft eine gesunde Disziplin herrschen soll. Andererseits sollen auch die Gemeindeleiter für ihre Lehre und ihre persönliche Moral verantwortlich sein.

Disziplinlosigkeit, Unmoral und Trennung sollen in der Kirche nicht geduldet werden. Doch alle Maßnahmen der Gemeindezucht mäßigen sich am Verlangen, dem Übeltäter zu helfen und an der Vergebung, die die Familie Christi umgibt.

Herausforderung an das Böse

Moralisch, geistlich und von der Lehre her war die Gemeinde Gottes immer vom Bösen umgeben. Die Bibel lehrt, dass man das Böse mit Gutem überwinden kann. Die Kirche muss das Böse mit ihrer Wachsamkeit und durch ihre Entschlossenheit, die Wahrheit zu leben und zu predigen, herausfordern.

Evangelisierung der Welt

Bevor er zum Himmel auffuhr, gab Jesus seinen Jüngern einen Befehl, dem die Kirche in jedem Zeitalter gehorchen muss Sie soll alle Menschen zu seinen Jüngern machen und die Gute Nachricht von Christus auf der ganzen Welt verbreiten.

Wir dürfen verkünden, dass Jesus Christus, der für die Sünden der Welt gekreuzigt wurde, am Leben ist, dass er Herr ist; dass Vergebung und Geistesgaben allen zustehen, die in Buße und Vergebung zu ihm gehören. Diese drängende Botschaft muss überall gehorsam, wirksam und freudig verkündigt werden. Wir tun es auf seinen Befehl.

Der Welt dienen

Jesus wollte nie, dass die Kirche nur Worte verkündigte, ohne zu handeln. Christlicher Dienst ist daher immer ein Partner der Evangelisation; beide Aktivitäten sind notwendige Bestandteile des göttlichen Auftrags.

Christus selbst ist das Vorbild für den Dienst an der Welt, der seiner Kirche befohlen ist. Er speiste die Hungrigen, heilte die Kranken und brachte den Verzweifelten Hoffnung. Er identifizierte sich mit den Menschen in all ihren Nöten. Das sollte die Gemeinschaft, die er ins Leben rief, auch tun.

Verherrlichung Gottes

Die Kirche lebt zur Verherrlichung Gottes. In allem, was sie tut, sollte sie ihre Aufmerksamkeit und ihren' Lobpreis auf Gott richten. Sie erfüllt diese Aufgabe, wenn sie im treuen Dienst Früchte trägt und seine Liebe widerspiegelt.

Genauer gesprochen: sie verherrlicht Gott, wenn sie in den Fußstapfen Christi mit ihm leidet. Wie Jesus sagt, war die Stunde seines Todes die Stunde seiner größten Herrlichkeit. In Jesus verbinden sich also das Leiden und die Herrlichkeit des Reiches Gottes.

Hinweis

Es kann oft beobachtet werden, dass die größte Macht der Kirche in ihrer Schwäche liegt.

Bibelstudium

Denkanstöße

  1. Lies Apostelgeschichte 12, 1-19. Bedenke die Situation dieser Gemeinde. Welche Probleme gab es? Wie war die Stimmung? Welchen Einfluss hatte die Gemeinde? Welche Überraschung geschah?
  2. Worin besteht für dich das Gleichgewicht zwischen der Verbreitung der Guten Nachricht und dem praktischen Dienst? Wie könnte man es verbessern?
  3. Wie gehst du mit Streitfragen in deiner Gemeinschaft um? Inwieweit treffen die Worte von 2. Timotheus 2, 23-26 zu?
  4. Kannst du da, wo du bist, eine positive Initiative starten, Salz zu werden, das die Gesellschaft verbessert (Matthäus 5, 13)?

 

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