Bibelgrundkurs auf Salomo.net

8.3 Die Kirche und Christus

Das Leben, Zeugnis und der Bestand der Kirche hängen ganz von ihrer Beziehung zu Jesus Christus, ihrem Erbauer und Beschützer, ab.

Christus starb für die Kirche

Der Tod Christi hat nicht nur für den einzelnen Bedeutung, sondern auch für das Volk Gottes, die Kirche. Vor seiner Geburt wurde Maria verkündigt, dass er sein Volk aus seinen Sünden erretten würde.

Als Jesus beim letzten Abendmahl den Kelch nahm und ihn seinen Jüngern gab, wurde damit deutlich, dass er ein neues „Israel", ein neues Volk Gottes ins Leben rief. Seitdem gedenkt die Kirche im Abendmahl an den Preis, den Christus bezahlt hat, um die Kirche zu gründen.

Christus baut die Kirche

Jesus wollte keine neue Philosophie ins Leben rufen, sondern eine Gemeinschaft. Es gehört zu den Grundgedanken des frühchristlichen Denkens, dass Neubekehrte sofort der Gemeinschaft hinzugefügt werden; dass alle die Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn halten, auch miteinander in Beziehung stehen.

Die Kirche ist mehr als eine bloße Addition ihrer Glieder. Christus ist die Quelle ihres Lebens, und so werden die Gemeindeglieder das Leben Christi auf einzigartige Weise erfahren. Mit seinem Geist leitet er die Kirche, gibt Geistesgaben und schafft Einheit und Liebe.

Christus schützt die Kirche

Im Alten Testament erleben Menschen den Schutz Gottes, z. B. in der Geschichte der drei Männer im Feuerofen, von denen das Buch Daniel berichtet.

Auch im Neuen Testament wird uns berichtet, dass Gott sein Volk, die Kirche, beschützt. Er schützt die Kirche vor den Angriffen Satans und erhält sie trotz aller Feindschaft. Mehr noch- er gibt der Kirche Kraft, sogar selbst Angriffe gegen Satan zu starten. Die Kirche ist nicht in der Defensive- sie ist in der Offensive.

Christus reinigt die Kirche

Einige der Propheten des Alten Testamentes hatten Israel als eine ihrem Manne untreue Frau dargestellt. Gottes Volk war seinem Bundesversprechen untreu geworden.

Nur durch Christus kann die Kirche im Neuen Testament wieder als treu und rein angesehen werden. In seinem Tod hat er die Kirche gereinigt, und er erhält ihre Heiligkeit. Am Ende wird Christus die Kirche als vollkommene, treue und reine Braut empfangen.

Christus bittet für die Kirche

Christus tritt für uns als Friedensstifter ein. Er gibt uns Mut, zu wissen, dass Christus für uns gestorben ist und uns nun als Mensch im Himmel vor dem Vater vertritt.

Weil Christus für uns Fürsprache einlegt, sind uns zumindest drei Dinge garantiert. Erstens: durch seinen Tod ist uns vergeben. Zweitens, wir haben freien Zugang zu Gott, weil Christus im Himmel anwesend ist. Drittens: wir sind gegen eine Verurteilung für unsere Sünden gefeit, weil er uns verteidigt.

Christus erwartet die Kirche

Jesus ermunterte seine Freunde, als er ihnen seinen Abschied ankündigte, keine Angst vor der Zukunft zu haben, da er ihnen eine Heimat vorbereite. Das zeigt uns die Liebe Christi für die Kirche und dass er sich nach Gemeinschaft mit denen sehnt, die an ihn glauben. Sein Werk wird erst dann vollendet sein, wenn die Kirche an dem Platz ist, den er für sie vorbereitet hat.

Hinweis

Weil Christus die Kirche liebt, hat er sein Leben für sie gegeben. Die Kirche ist aufgerufen, dasselbe zu tun- sich den Interessen ihres Herrn unterzuordnen und seinen Willen zu erfüllen.

Bibelstudium

Deknanstöße

  1. Betrachte die Botschaft von Offenbarung 3, 1-6. Johannes übermittelt Christi Botschaft an die Gemeinde in Sardes (in der heutigen Türkei). Welche Bedeutung hat dieser Abschnitt für die Kirche im allgemeinen und für deine Gemeinde heute? Zähle die Anklagen, die Aufforderungen und die Verheißungen dieser Verse auf.
  2. „Die Bibel kennt keine private Religion" (John Wesley). Warum sollte einem Christen die Kirche Jesu Christi wichtig sein?
  3. Betrachte Offenbarung 1, 5 u. 6. Was hat Jesus Christus für seine Kirche getan?
  4. Lies Daniel 3, 73-28. Welche Botschaft liegt in dieser Geschichte für die heutige Kirche?
  5. Die Kathedrale von Tromso Norwegen. „Christus hat die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben" (Epheser5, 25).

 

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