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8.2 Ein Portrait der Kirche

Das Neue Testament beschreibt die Kirche in verschiedenen Bildern. Zusammengenommen geben uns diese Bilder eine ganzheitliche Vorstellung vom Wesen und von der Natur der Kirche und ihrer Mission.

Ein fest gegründetes Gebäude

Die Briefe des Neuen Testamentes nehmen die Worte Jesu wieder auf, dass er seine Kirche bauen will. Allerdings sollte man diesen Gedanken nicht mit Kirchengebäuden aus Stein in Verbindung bringen.

Besonders die Apostel Petrus und Paulus sehen die Kirche als ein geistliches Bauwerk aus „lebendigen Steinen" - den Christen. Dieses Bild zeigt uns, wie die Christen voneinander abhängen, besonders aber von Christus als dem Eckstein des Gebäudes.

Die jungfräuliche Braut

Der neutestamentliche Gedanke der Christus „angetrauten" Kirche deutet eine Beziehung inniger Gemeinschaft an. Christus liebt die Kirche und hat sie durch seinen Tod rein und fehlerlos gemacht.

Die Vision des Apostels Johannes von einem neuen Himmel und einer neuen Erde beschreibt die Kirche als eine Braut Christi, die sich auf den Bräutigam vorbereitet und bereit ist, ihn zu empfangen.

Ein lebendiger Organismus

Das Bild von der Kirche als einem Leib mit Christus als dem Haupt betont, dass die Kirche ein lebendiger Organismus ist und keine bloße Organisation.

Wie in dem Bild vom Bauwerk, wird die Abhängigkeit der Kirche von Christus betont; außerdem lernen wir, dass auf keinen Körperteil verzichtet werden kann und dass kein Teil für sich allein von überragender Bedeutung ist.

Die bleibende Stadt

Das Thema der Stadt Gottes wird in der Bibel normalerweise in Verbindung mit der Hoffnung für die Zukunft gesehen. Die Angehörigen des Gottesvolkes leben als Fremde in dieser Welt und warten auf die kommende Stadt.

Im Zusammenhang mit der Kirche wird die Stadt Gottes in der Offenbarung mehrmals erwähnt. Wenn das Volk Gottes schließlich vollzählig sein wird, wird die Stadt eine große Gemeinschaft sein, die ein gemeinsames Ziel hat, gemeinsam lebt, handelt und bleibende Sicherheit genießt.

Eine stabile Familie

Die Bezeichnungen „Familie" oder „Haushalt" verweisen wiederum auf die Beziehung zwischen dem Haupt und den Gliedern. Allein wie Gott uns ein Vater ist, kann uns heute Muster sein für das Familienleben.

Dass alle in Gottes Haus dieselben Vorteile genießen, ob sie Juden oder Heiden sind - wurde als große Ermutigung aufgefasst- besonders von den aus den Heiden bekehrten Gliedern der Urgemeinde. Der Heide war nicht länger Außenseiter oder Fremder. Das sollte auch für die Kirche heute gelten - denn Grenzen stören nur das von Gott gewollte Leben der Familie.

Eine schlagkräftige Streitmacht

Weniger deutlich spricht die Schrift von der Kirche als einer Streitmacht. Doch das Neue Testament lehrt, dass die Kirche in einen geistlichen Kampf verwickelt ist.

Intensität, Aktivität und Sieg sind die Hauptgedanken, die uns in diesem Bild nahe gebracht werden. Die Waffen und der Sieg gehören Gott selber.

Hinweis

Die Kirche ist ein Organismus und keine bloße Organisation; sie ist eine lebendige Gemeinschaft, nicht nur ein totes Gebäude; eine Familie und nicht eine Ansammlung von Einzelpersonen.

Bibelstudium

Denkanstöße

  1. Lies 1. Petrus 2, 1-10 und denk darüber nach. Auf die Christen wird hier eine Reihe von Vergleichen angewandt. Versuche sie aufzuzählen und denke über ihre Bedeutung nach.
  2. Welche der verschiedenen Beschreibungen der Kirche war für dich die hilfreichste? War um?
  3. Betrachte die Bilder von der Kirche der Reihe nach und überlege dir, wie viel Christus für seine Kirche getan hat.
  4. Lies 1. Korinther 12, 12-31. Was haben uns diese Verse über Eifersucht und Stolz in der Kirche zu sagen? Wie sollst du dich den Gemeindegliedern gegenüber verhalten, die mehr oder weniger begabt sind als du selbst?

 

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