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8.1 Merkmale der Kirche

Die Kirche Christi umfaßt alle, diegerettet sind. Christus ist in seiner Kirche anwesend und handelt in ihr; er gebraucht sie für sein Werk in der Welt.

Historische Kirche Jesu Christi

Nur die Kirche hat die Anwesenheit Jesu Christi in ihren Gliedern durch die Jahrhunderte erfahren. Denn sie ist seine Kirche, von ihm durch sein Blut erkauft und umsorgt, so wie ein Mann für seine Frau sorgt. Jesus sagt, wo zwei oder drei sich in seinem Namen versammeln, da erfahren sie seine verheißene Anwesenheit. Wie klein die Gruppe auch sein mag- da ist die Gemeinde.

Universale Gemeinschaft aller Gläubigen

Die Kirche existiert in verschiedenen Zeiten: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - zusammen formen sie die Kirche. Sie ist eine Kirche in unterschiedlichen Kulturen, in vielen über die Erde verstreuten Ländern, doch verbunden durch den gemeinsamen Herrn. Sie hat unterschiedliche äußere Merkmale, Fähigkeiten und Temperamente; sie wird von unterschiedlichen Erfahrungsebenen geprägt: ältere Christen stehen neben neubekehrten Jüngern - und doch ist sie eine Kirche.

Geistliche Einheit

Die Einheit des Geistes, von der der Apostel Paulus schreibt, ist wichtiger als die Unterschiede zwischen den verschiedenen Gruppen und Konfessionen. Die Kirche kann nur deshalb wahrhaft eins sein, weil der eine Heilige Geist sie verbindet.

Obwohl alle Christen für die Einheit arbeiten und Trennungen überwinden sollten, so sollten sie doch nicht die Uniformität und Einstimmigkeit suchen. Sie sollten sich vielmehr alle als Glieder einer Familie anerkennen.

Die Autorität der Schrift

Durch die Zeiten hat die Kirche eine lebendige Beziehung zur Schrift gehabt; die Offenbarung der Schrift ist die Grundlage des Glaubens und der Stabilität der Kirche.

Die Kirche hat den Auftrag, diese Offenbarung zu verteidigen, sie zu verkündigen und sich ihrer Autorität zu unterstellen. Die Bibel informiert uns über alles, was wir über das Heil und christliches Handeln wissen müssen. Dazu hat die Bibel das letzte Wort. Für andere Angelegenheiten jedoch, z. B. die Kirchenordnung, gibt es in der Bibel kein genaues Vorbild. Daraus erklären sich dann auch die Unterschiede zwischen den Kirchen- schon zur Zeit des Neuen Testamentes.

Das weltweite Programm

Das Programm der Kirche ist das Programm Christi: Jesus sah es als seine Aufgabe, den Annen Frohe Botschaft zu bringen und die Unterdrückten zu befreien.

Am Ende seines irdischen Wirkens gab er der Kirche den Befehl, seinen Auftrag in der Welt weiterzuführen. Die Apostelgeschichte beschreibt, wie sich die Mission der Kirche von Jerusalem über Judäa und Samaria schließlich auf die ganze Erde ausdehnte. Unsere Aufgabe besteht darin, zu evangelisieren und zu dienen. Damit wir dazu fähig sind, erhalten wir die Kraft des Heiligen Geistes.

Das ewige Ziel

Die irdische Kirche lebt in einer Zwischenzeit. Sie blickt zurück auf die Geburt und das Wirken Jesu Christi, und sie schaut voraus auf seine Wiederkunft in Herrlichkeit.

In der Zwischenzeit arbeitet sie im Wissen darum, dass Christus die zukünftige Heimat vorbereitet. Nur Gott weiß den Tag, wann die Trompete erschallt und die Kirche endgültig mit Christus vereinigt wird.

 

Hinweis

Das oben dargestellte biblische Modell der Kirche hilft der Kirche in ihrer Arbeit und im Gottesdienst, die Prioritäten richtig zu setzen. Es kann auch als Prüfstein dienen, ob sich Bewegungen oder Sekten zu recht oder zu unrecht als Teil der Kirche bezeichnen.

Bibelstudium

Denkanstöße

  1. Lies Epheser 4,1-16. Was gibt der Kirche ihre Einheit (V. 4--6)? Wie wird sie erhalten? In welchem Zusammenhang dazu steht die Einheit, die die Christen suchen sollten (V. 11-16)? Wie wird sie erreicht?
  2. Ein Kirchenführer sagte einmal:„ Die Kirche ist die einzige Institution auf der Welt, die vor allem zum Nutzen der Nichtmitglieder besteht." Wie weit stimmst du dieser Aussage zu?
  3. Es gibt Christen, die sehr ihre eigene Tradition betonen. Andere halten die Existenz der verschiedenen Konfessionen für ungesund. Wieder andere haben dazu keine klare Meinung. Was meinst du?
  4. Lies 1. Timotheus 3, 15. Was kann dein eigener christlicher Freundeskreis tun für die weitere Verbreitung der Wahrheit Gottes? Junge Leute klatschen in die Hände.

 

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