Bibelgrundkurs auf Salomo.net
Die Kirche Christi umfaßt alle, diegerettet sind. Christus ist in seiner Kirche anwesend und handelt in ihr; er gebraucht sie für sein Werk in der Welt.
Nur die Kirche hat die Anwesenheit Jesu Christi in ihren Gliedern durch die Jahrhunderte erfahren. Denn sie ist seine Kirche, von ihm durch sein Blut erkauft und umsorgt, so wie ein Mann für seine Frau sorgt. Jesus sagt, wo zwei oder drei sich in seinem Namen versammeln, da erfahren sie seine verheißene Anwesenheit. Wie klein die Gruppe auch sein mag- da ist die Gemeinde.
Die Kirche existiert in verschiedenen Zeiten: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - zusammen formen sie die Kirche. Sie ist eine Kirche in unterschiedlichen Kulturen, in vielen über die Erde verstreuten Ländern, doch verbunden durch den gemeinsamen Herrn. Sie hat unterschiedliche äußere Merkmale, Fähigkeiten und Temperamente; sie wird von unterschiedlichen Erfahrungsebenen geprägt: ältere Christen stehen neben neubekehrten Jüngern - und doch ist sie eine Kirche.
Die Einheit des Geistes, von der der Apostel Paulus schreibt, ist wichtiger als die Unterschiede zwischen den verschiedenen Gruppen und Konfessionen. Die Kirche kann nur deshalb wahrhaft eins sein, weil der eine Heilige Geist sie verbindet.
Obwohl alle Christen für die Einheit arbeiten und Trennungen überwinden sollten, so sollten sie doch nicht die Uniformität und Einstimmigkeit suchen. Sie sollten sich vielmehr alle als Glieder einer Familie anerkennen.
Durch die Zeiten hat die Kirche eine lebendige Beziehung zur Schrift gehabt; die Offenbarung der Schrift ist die Grundlage des Glaubens und der Stabilität der Kirche.
Die Kirche hat den Auftrag, diese Offenbarung zu verteidigen, sie zu verkündigen und sich ihrer Autorität zu unterstellen. Die Bibel informiert uns über alles, was wir über das Heil und christliches Handeln wissen müssen. Dazu hat die Bibel das letzte Wort. Für andere Angelegenheiten jedoch, z. B. die Kirchenordnung, gibt es in der Bibel kein genaues Vorbild. Daraus erklären sich dann auch die Unterschiede zwischen den Kirchen- schon zur Zeit des Neuen Testamentes.
Das Programm der Kirche ist das Programm Christi: Jesus sah es als seine Aufgabe, den Annen Frohe Botschaft zu bringen und die Unterdrückten zu befreien.
Am Ende seines irdischen Wirkens gab er der Kirche den Befehl, seinen Auftrag in der Welt weiterzuführen. Die Apostelgeschichte beschreibt, wie sich die Mission der Kirche von Jerusalem über Judäa und Samaria schließlich auf die ganze Erde ausdehnte. Unsere Aufgabe besteht darin, zu evangelisieren und zu dienen. Damit wir dazu fähig sind, erhalten wir die Kraft des Heiligen Geistes.
Die irdische Kirche lebt in einer Zwischenzeit. Sie blickt zurück auf die Geburt und das Wirken Jesu Christi, und sie schaut voraus auf seine Wiederkunft in Herrlichkeit.
In der Zwischenzeit arbeitet sie im Wissen darum, dass Christus die zukünftige Heimat vorbereitet. Nur Gott weiß den Tag, wann die Trompete erschallt und die Kirche endgültig mit Christus vereinigt wird.
Das oben dargestellte biblische Modell der Kirche hilft der Kirche in ihrer Arbeit und im Gottesdienst, die Prioritäten richtig zu setzen. Es kann auch als Prüfstein dienen, ob sich Bewegungen oder Sekten zu recht oder zu unrecht als Teil der Kirche bezeichnen.