Bibelgrundkurs auf Salomo.net

7.6 Das christliche Leben

Ein Christ ist ein neues Geschöpf in Christus. Er steht in einem Wachstumsprozess im Glauben und im Leben. Das christliche Leben umfasst folgende Aspekte:

Eine Berufung, die zu erfüllen ist

Das Neue Testament ist voll von Ausdrücken, die von Zielen und Vorhaben sprechen. Schon allein der Apostel Paulus ist Beispiel genug. Er will seinen Lauf beenden; er will die Anerkennung Gottes gewinnen; er will denen Christus verkündigen, die nie von ihm gehört haben. Alles, was er vorhatte, wurzelte in Christus selbst, der überall die erste Stelle einnehmen sollte.

Alle Christen haben eine Berufung - Gottes Volk zu sein. Diese Berufung geht vor jeder anderen Berufung, doch sie verstärkt andere Berufungen.

Ein Wesen, das zu entwickeln ist

Gottes Plan für sein Volk ist, dass sie in der Heiligkeit ihres Lebens seinem Sohn Jesus Christus ähnlich werden. Christsein heißt nicht nur an bestimmte Tatsachen über Christus glauben. Es heißt vielmehr im eigenen Wesen Christus ähnlich werden. Die Christen sollen in diesem Prozess zusammenarbeiten und im Kampf gegen sündige Angewohnheiten und Haltungen die Macht des Heiligen Geistes wirken lassen.

Eine Gemeinschaft, die aufrechterhalten werden soll

Christen haben Möglichkeiten und Mittel, mit denen sie die Beziehung zu Christus aufrechterhalten sollen. Zwei Beispiele sind Gebet und Abendmahl.

Der erste Brief des Apostels Johannes hat viel über die Gemeinschaft des christlichen Lebens zu sagen. Es ist eine Lebensgemeinschaft, denn sie hat ihre Mitte in Christus, dem Wort des Lebens. Es ist eine Gemeinschaft der Liebe, denn alle, die mit Christus verbunden sind, sind auch miteinander verbunden. Es ist eine Gemeinschaft des Lichtes, denn wo Gott dabei ist, kann es keine Dunkelheit oder Unreinheit geben.

Energien, die nutzbar gemacht werden können

Gott hat uns viele Gaben von Natur aus mitgegeben. Wenn wir Christen werden, so sollen wir diese Fähigkeiten nicht aufgeben. Von der Wahrheit unseres Glaubens motiviert, sollen wir sie für Gott gebrauchen, so dass sie ihr ganzes Potential und ihre ganze Kraft entfalten können.

Der Wert unserer täglichen Arbeit, unsere Beziehungen und unser Dienst werden in der Dynamik der Auferstehungsmacht Christi wachsen. Wir sollten erkennen, dass wir nicht nur für uns selbst auf der Erde sind. Wir sollen uns gebrauchen lassen.

Entwicklungsfähige Köpfe

Wer in einem christlichen Rahmen denkt, kann eine Beziehung zum Universum aufbauen - aus dem einfachen Grunde, weil das Christentum die Wahrheit ist. Wenn wir unser Denken der Wahrheit Gottes öffnen, können wir die tiefsten Dinge des Lebens verstehen.

Jeder Christ sollte sein Denken bis an die Grenze seiner Möglichkeiten entwickeln. Paulus beschreibt diejenigen, die jedem neuen Glauben nachlaufen, als„ Säuglinge". Er betete dafür, dass der Verstand junger Christen ganz vom Licht Christi erleuchtet würde. Sie sollten erwachsen werden an Einsicht.

Eine Hoffnung, die Wirklichkeit wird

Die historische Qualität des christlichen Glaubens - mit dem Höhepunkt der Auferstehung Jesu - weckt im Volke Gottes die sehnsüchtige Erwartung nach dem Empfang des Erbes der Herrlichkeit Der Auferstandene wird zurückkehren; die Vergangenheit ist vergeben; die Gegenwart wird überwunden, und die Zukunft gehört uns.

Hinweis

Die Nachfolger Christi sollten nicht nur Menschen bekehren, sondern sie auch zu Jüngern machen. Gott will Menschen, die ein gesundes Urteil und einen reifen Charakter haben.

Bibelstudium

Denkanstöße

  1. Lies Johannes 15, 1-17. Denk darüber nach, was es bedeutet, mit Christus vereinigt zu sein. Wie wird das erreicht? Was erwartet Christus von seinem Volk? Welche Vorrechte und Herausforderungen sind an diese Beziehung geknüpft?
  2. Bertrand Russell (er war Atheist) sagte einmal vom Christentum: „Es ist nichts dagegen zu sagen, außer dass es für die meisten von uns zu schwierig ist, es ernsthaft zu praktizieren." Hältst du diese Feststellung für zutreffend? Warum?
  3. Welche Auswirkung hat dein christlicher Glaube auf deine tägliche Arbeit? Sprich darüber mit deinen Freunden.
  4. Wie würdest du deine Beziehung zu Jesus Christus beschreiben?

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