Bibelgrundkurs auf Salomo.net

7.5 Der Christ und die Welt

Der Christ ist aus der Welt herausgerufen, um heilig zu sein; aber er ist auch in die Welt gesandt zum Dienst und zur Evangelisation.

Der Christ ist aus der Welt herausgerufen

„Die Welt", das ist sowohl das gegenwärtige Zeitalter, als auch das feindliche System des Denkens und Handelns, das auf diesem Planeten herrscht. Das ist unsere Umgebung.

Doch die wahre Heimat des Christen ist nicht hier. Wie auch unsere äußere Situation ist, alles, was uns am wichtigsten ist (der himmlische Vater, Jesus Christus, unser Erbe, unsere Hoffnung), ist woanders. Das Neue Testament drängt die Nachfolger Christi, ihren Sinn auf die ewige und himmlische Dimension zu richten.

Der Christ ist von der Welt abgesondert

Diese Linie läuft durch fast alle Briefe des Neuen Testamentes. Die Christen sollten wegen ihrer himmlischen Berufung den bösen Entwicklungen der gefallenen Gesellschaft aus dem Wege gehen. Ihre ethischen Maßstäbe müssen die höchsten sein.

Absonderung bedeutet jedoch nicht, dass sich der Christ aus der Gesellschaft zurückziehen soll; doch er soll innerhalb der Gesellschaft in der Verantwortung vor Christus leben.

Der Christ ist in die Welt gesandt

Der Ruf des Neuen Testamentes geht nicht einfach dahin, dass die Jünger Christi sich nicht an der Welt beschmutzen sollen; sie sind vielmehr dazu aufgerufen, sie zu reinigen. Der Christ sollte der Welt nie mit Abscheu gegenüberstehen. Es ist Gottes Welt, und wir dürfen an ihrer Erlösung mitwirken.

Der Christ soll die Welt überwinden

Wir sollten nicht richten über die Welt und sie als außerhalb von Gottes Reichweite und Sorge abschreiben. Aber wir sollten auf der anderen Seite auch nicht meinen, es sei möglich, eine moralisch, sozial oder politisch vollkommene Welt zu entwickeln; soviel auch von Christen und anderen Menschen guten Willens getan werden kann, um ihre Probleme zu bessern. Die volle Erlösung der Welt kann nicht erreicht werden vor der zukünftigen Enthüllung der Herrlichkeit Christi.

So ist der Christ aufgerufen, die bösen Tendenzen und Zwänge, in die ihn die Welt stellt, zu beseitigen. Wir befinden uns in einem geistlichen Kampf, in den jeder Christ in diesem dunklen Zeitalter verwickelt ist. Daher müssen wir uns mit geistlichen Waffen bewaffnen. Christus selbst hat uns seiner Stärke für den Kampf versichert und daß Gott am Ende alles Böse besiegen wird.

Der Christ soll durch die Welt reisen

Der Christ ist ein Bürger des Himmels. Er hat Beziehungen und Vorrechte, die nicht von dieser Welt sind. Wie das Volk Israel des Alten Testamentes sind wir auf dem Weg in ein gelobtes Land und vertrauen auf Gottes Anwesenheit und Führung.

Vom Pilger wird Gehorsam und Disziplin erwartet. Manchmal werden wir mit Soldaten verglichen, die es sich nicht leisten können, 'sich in zivile Dinge einzulassen - oder mit Sportlern, die die notwendigen Regeln beachten müssen. Unser christliches Leben ist die Geschichte einer Pilgerfahrt durch eine Welt, die unter ihren Problemen umhertaumelt. Doch unsere Reise geht weiter. Das Licht des Glaubens leuchtet uns.

Hinweis

Ein echtes Verständnis der Welt, die von Gott geliebt wird, wird die Berufung des Christen stärken, in alle Welt zu gehen und Christus allen Menschen zu verkündigen.

Bibelstudium

Denkanstöße

  1. Lies und studiere 2. Timotheus 4, 1-22. Paulus ist fast am Ende seiner Pilgerreise im Gefängnis in Rom. Wie sieht er die Situation, die Zukunft, seine Gefährten? Vergleiche die Lebenswege von Demas und Markus (siehe auch Apostelgeschichte 15, 3'7-39).
  2. Christen sehen, dass der gegenwärtige Zustand der Welt, nicht zur Vollkommenheit gebracht werden kann. Wie können wir der Gefahr entgehen, entweder eine richtende Haltung einzunehmen, die die Welt abschreibt, oder einen extremen Optimismus, der in der Enttäuschung endet?
  3. Lies Johannes 16, 33. Warum ermutigte Jesus seine Jünger mit diesen Worten? Was bedeuteten sie für die Jünger und für uns?
  4. Wie können wir unsere ewigen Ziele klar im Auge behalten"

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