Bibelgrundkurs auf Salomo.net

7.4 Das Zeugnis des Christen

Gott setzt im Zeugnis der Christen durch seine Knechte das Werk seines Sohnes fort, der Welt die Botschaft des Heils zu bringen.

Die Verkündigung einer Person

Weil es im Christentum mehr um eine Person als um eine Philosophie oder ein religiöses System geht, machte den frühen Christen das Zeugnis wenig Schwierigkeiten.

Egal, wie ihre Erziehung oder ihr sonstiger Hintergrund aussah, sie hatten alle die verwandelnde Kraft des auferstandenen Christus erfahren.

Sie zeugten von ihm - Philippus sprach zu dem äthiopischen Beamten auf der Straße in der Wüste von Jesus. Das bedeutet, dass alle, die Jesus als ihrem Herrn gehorchen, etwas gemeinsam haben: Jeder Christ ist ein Zeuge.

Die Erklärung der Wahrheit

Zwar verkündigen wir Christus, doch es gibt auch in der christlichen Botschaft wichtige Tatsachen, die erklärt und verstanden werden müssen, wenn aus den einzelnen mehr als bloße Bekehrte werden sollen. Es war das Ziel des Apostels Paulus, die Menschen wachsen zu lassen, damit sie in Christus zur geistlichen Reife gelangen sollten.

Besonders in Gesellschaften, die wenig von Gott oder der Bibelwissen, ist es notwendig, dass die Wahrheit gelehrt, verteidigt und erklärt wird.

Liebe weitergeben

Hinter der Botschaft der Versöhnung steckt die motivierende Kraft der Liebe Christi. Christus sendet uns nicht nur in die Welt, um von ihm zu reden, sondern auch, um seine Liebe zu teilen und unsere Liebe anderen mitzuteilen. Paulus sagte, er predige, weil er von der Liebe Christi dazu getrieben werde.

Konsequentes Zeugnis

Jesus hat gesagt, dass man seine Jünger daran erkennen könne, dass sie einander lieben. Ihr Leben sollte als Licht in die Welt scheinen. Dazu sollten ihre Worte, ihre Taten und ihr Lebensstil dienen.

Ein solches Zeugnis ist nicht eine belastende, anstrengende Pflicht. Es ergibt sich ganz natürlich aus dem Leben in Gemeinschaft mit Christus. Ein solches Zeugnis ist dazu bereit, die Gelegenheiten zu ergreifen und auszukaufen, wie sie kommen, den Suchenden in Demut und Liebe Antwort zu geben.y

Persönliches Zeugnis

Als die Urgemeinde ihre erste Verfolgung erlebte, wurde sie - ohne die Apostel - über ganz Judäa und Samaria zerstreut. Obwohl sie nun ohne die Führung der Apostel waren, gingen sie doch überall hin und bezeugten Christus.

Sie legten ein persönliches Zeugnis ab, ohne sich zu schämen. Die Apostel vorher hatten erklärt, es sei ihnen unmöglich, über Christus zu schweigen. Wer in der Liebe Gottes lebt, wird erfahren, dass er die gute Nachricht nicht für sich behalten kann.

Gemeinsames Zeugnis

Im gemeinsamen Zeugnis liegt eine große Kraft und Ermutigung. Jesus wusste darum und schickte seine Jünger immer zwei und zwei aus. Als sich Petrus an Pfingsten erhob, um Christus zu verkündigen, waren die elf Gefährten bei ihm. Die Apostelgeschichte zeigt uns immer wieder, dass die ersten Christen gemeinsam arbeiteten.

Sie waren eine Einheit in der Verkündigung - ein Kennzeichen jeder Kirche, die mit Christus arbeitet.

Hinweis

Zeugnisgeben darf nie eine belastende christliche Pflicht sein, sondern es ist das dankbare Vorrecht derjenigen, die Jesus Christus erfahren haben.

Bibelstudium

Denkanstöße

  1. Lies die Geschichte von Philippus und dem äthiopischen Beamten in Apostelgeschichte 8, 26-40. Was können wir von Philippus lernen, wie man andere Menschen zu Jesus bringt. Welche guten Eigenschaften hat Philippus? Wie war der Beamte für die Begegnung vorbereitet?
  2. Was ist leichter: zu einem Fremden oder zu einem Bekannten von Jesus sprechen? Was ist wirksamer, warum?
  3. Lies 1. Thessalonicher 2, 7-13. Zähle die Eigenschaften des Paulus auf, die in diesem Abschnitt wichtig sind: seine Motive, seine Anstrengungen, seine Ausdauer. Wie könnten diese Verse unser Zeugnis beeinflussen?
  4. Was könntest du ungezwungen und frei tun, Christus bekannter zu machen? Denk an deine Gaben.

>>Zurück zum Inhaltsverzeichnis