Bibelgrundkurs auf Salomo.net

7.1 Der Christ, Personenbeschreibung

Ein Christ ist ein Mensch, der Jesus Christus als Retter und Herrn empfangen hat und sich der Herrschaft des Gottesreiches unterworfen hat.

Durch Gnade geretteter Sünder

In Antiochien wurden die Gläubigen zuerst Christen genannt, wahrscheinlich war die Bezeichnung als Schimpfwort gemeint. Die Christen haben diese Identifizierung allerdings immer hoch geschätzt, weil sie Christus so viel schulden, nach dem sie genannt sind.

Durch die Gnade Gottes darf der Sünder mit Christus eins sein. Gnade ist die freie, unverdiente Gunst Gottes gegen den Sünder. Diese Gnade ist nur durch das Kreuz möglich. Der Heilige Geist macht sie wirklich für uns. Das Heil kann nicht verdient werden. Es ist ein Geschenk, das man nur im Glauben annehmen kann.

Mitglied der Familie Gottes

In seinem Brief an die Christen in Rom lehrt der Apostel Paulus, dass Menschen, die vorher ganz und gar nicht zu Gott gehörten, nun durch seine Gnade Söhne des lebendigen Gottes genannt werden können.

Das sind wir nicht von Natur aus. Wir werden dazu, wenn wir Jesus annehmen. Die Kraft der Liebe Gottes macht diese „Adoption" in seine Familie möglich. Ein Teil der Kirche zu sein heißt, die Disziplin und Freude der Familie zu erfahren.

Jünger Jesu Christi

In den Tagen Jesu war ein „Jünger" ein Mensch, der sowohl der Lehre seines Meisters als auch seinem Lebensweg nachfolgte. Christus bezeichnete die vor allen anderen als seine Jünger, die ihn liebten und ihm gehorchen wollten. Ein Christ ist jemand, der Antwort gegeben hat auf seinen Ruf „Folge mir nach".

Tempel des Heiligen Geistes

Im Alten Testament wurden den Juden besondere Anweisungen gegeben, wie sie den Tempel bauen sollten - und sie setzten dafür ihren Reichtum, ihre Geschicklichkeit und Sorgfalt überreichlich ein, damit Gott in allem verherrlicht werde. In seinem Brief an die Korinther bezeichnet Paulus unseren Körper als den Tempel des Heiligen Geistes. Das heißt, dass wir all unsere Fähigkeiten und Kräfte dazu verwenden sollten, Gott zu verherrlichen.

Pilger im fremden Land

Viele große Gestalten des Alten Testamentes hatten kein dauerhaftes Zuhause. Abraham z. B. verließ die Sicherheit des Familiensitzes, um in Zelten im fremden Land zu leben. Der Autor des Hebräerbriefes beschreibt Leute dieser Art als solche, die die Erde nicht als ihre Heimat ansehen. In gleicher Weise ermahnt uns das ganze Neue Testament, unser Vertrauen nicht in materiellen Besitz zu setzen und auf der Hut zu sein vor Ungehorsam. Denn auch wir müssen erkennen, dass diese Erde nicht unsere wahre Heimat ist. Christen sind wie Ausländer, wie Fremde; sie haben ihre Heimat anderswo.

Bürger des Himmels

Der Christ wird in seiner irdischen Existenz keine Dauer finden; die Stätte der Dauer liegt noch in der Zukunft. Doch jeder Christ ist auch heute schon ein Vollbürger der Stadt Gottes und genießt viele ihrer Rechte.

So wird der Christ als Bürger des Himmels beschrieben. Wir sehen uns selbst als Menschen, die zu einem anderen Land gehören - und während wir auf der Erde leben, sind wir Botschafter dieses Landes.

Hinweis

Es zeugt von mangelnder Weisheit und stimmt nicht mit der Bibel überein, wenn man glaubt, ein Mensch könne Jesus Christus als Retter annehmen, ohne ihn auch als Herrn anzunehmen.

 

Bibelstudium

 

Denkanstöße

  1. Studiere Epheser 2, 1-10.19. Denke über das „denn" von Vers 4 nach. Inwiefern erhellt es den ganzen Abschnitt? Wenn du über die Verse 8 und 9 sprechen solltest, welche Hauptpunkte würdest du erwähnen?
  2. Epheser 2, 19 gibt zwei Beschreibungen des Christen. Inwieweit hast du die darin enthaltenen Vorrechte bereits selber erfahren?
  3. Welche Unsicherheiten kennzeichnen das Christsein? Welche Sicherheiten?
  4. Versuch dich an einige weniger bekannte biblische Beschreibungen des Christen zu erinnern. Was bedeuten sie? (siehe 2. Timotheus 2)?

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