Bibelgrundkurs auf Salomo.net
In Christus wird der Sünder von Gott angenommen und zu einem neuen Menschen gemacht. Dafür schuldet der Christ Gott ewigen Dank.
Das Erneuerungswerk des Geistes ist so radikal, dass davon in Begriffen wie „Wiedergeburt" oder „Neuschöpfung" gesprochen wird. Es wird als Geburt „von oben" beschrieben. Wer Buße tut und an Christus glaubt, in dessen Leben und Persönlichkeit tritt der Heilige Geist ein und macht ihn zum Glied der Gottesfamilie. Der Geist gibt ihm auch ein neues Wesen, das durch eine neue Moral, Liebe für die Familie Gottes und den Glauben an Christus gekennzeichnet ist.
Bevor er die Gute Nachricht annimmt und nach ihr handelt, herrscht Feindschaft zwischen dem Menschen und Gott. Aber der Tod Christi ändert die Situation. Am Kreuz hat Christus die Sünde und die Strafe für die Menschheit auf sich genommen. Für den reuigen Sünder ist nun der Weg offen zur Versöhnung, die Gott in Christus zugänglich gemacht hat.
Das Kreuz befriedigt die Gerechtigkeit Gottes - denn am Kreuz wird die Strafe der Sünde voll bezahlt. Das Kreuz befriedigt auch Gottes Barmherzigkeit, denn am Kreuz wird die Sünde ganz vergeben. Zwischen Gott und dem neuen Christen beginnt nun eine Zeit der Freundschaft.
Im alten Bund hatte Gott sich mit den Juden verbunden. Er basierte hauptsächlich auf dem Gesetz des Mose. Er regelte ihr Leben nach der Errettung aus Ägypten.
Der neue Bund (von Jeremia angekündigt) sollte durch das Kreuz erreichen, was der alte nie leisten konnte. Die Errettung war anderer Art; persönlich und innerlich. Die Grundlage war nun das vergossene Blut Christi, zur Vergebung der Sünden und der Erlösung (dem „Rückkauf") des Sünders. Das war ein teurer Preis.
„Rechtfertigung" ist ein juristischer Begriff. Wird eine Person gerechtfertigt, so wird sie für unschuldig erklärt. Gott erklärt die für unschuldig, die auf Christus antworten. Die Grundlage dafür ist der Tod Jesu.
Die Rechtfertigung geschieht durch Gnade (d. h. durch Gottes unverdiente Gunst), denn sie ist ein Geschenk. Sie geschieht auch durch das Blut, denn der Tod Christi ist das Mittel, mit dem Gott dem Sünder in Übereinstimmung mit dem Gesetz vergeben konnte. Sie geschieht auch durch den Glauben, denn der Sünder selbst kann nichts beitragen zu seiner neuen Gerechtigkeit - nichts, außer dass er das Geschenk dankbar annimmt im Glauben.
In den Briefen des Neuen Testamentes wird die Erlösung oft in drei Stufen gesehen. Die Grundlage und Einleitung des ersten Schrittes ist die freie Gnade Gottes. Zweitens macht der Christ die Erfahrung, dass er wächst an Heiligkeit. Als drittes und zukünftiges Ziel und Höhepunkt steht die Verheißung der Herrlichkeit. Der Christ vertraut fest auf die Wiederkunft Christi, die Verheißung der leiblichen Auferstehung und die Teilhabe an Gottes ewiger Herrlichkeit.
Wer neu zum Glauben gekommen ist, darf Vertrauen haben, dass Gott ihn angenommen hat; dass seine Verheißungen in das Wort Gottes, das vollendete Werk Gottes und das innere Zeugnis des Heiligen Geistes gelten.