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6.3 Der Weg des Heils

In der ganzen Predigt der Urgemeinde, wie sie in der Apostelgeschichte dokumentiert wird, folgt der Weg des Heils einem bestimmten Muster. Zuerst kommt die Grundlage des Heils- Christi Tod und Auferstehung - darauf folgt der Ruf Gottes; und schließlich das Versprechen an alle, die antworten.

Die Grundlage - der Tod Jesu

Die Apostel verkündigten den Tod Jesu Christi als das Mittel, mit dem Gott mit den Sünden der Menschen fertig geworden ist. Ohne seinen Tod, so erklärten sie, gebe es keine Grundlage für das Heil. Am Kreuz hat Christus das Gericht und die Trennung von Gott akzeptiert, die von den Sünden der Welt herrührt.

Diese Botschaft erfüllte in direkter Weise alttestamentliche Prophezeiungen und die Worte Christi selbst. Auch die Briefe des Neuen Testamentes lehren sie.

Die Grundlage - die Auferstehung Jesu

Das Kreuz als Mittel Gottes gegen die Sünde wurde von der Auferstehung unter Beweis gestellt. Die Urgemeinde verkündigte, dass Gott der Vater in der Auferstehung Jesu Opfer anerkannte und bestätigte.

Die Botschaft von der Auferstehung wurde nicht als Gegenstand rein akademischer Diskussion gelehrt. Die frühen Zeugen verkündigten sie als lebendige Realität.

Der Ruf - zur Buße

In der Guten Nachricht wurde eine besondere moralische Herausforderung erkannt. Der Sünder, der das Evangelium hört, ist aufgefordert, „Buße" zu tun, d. h. sich von seinem alten Leben abzuwenden, umzukehren. Diese Umkehr ist mehr als bloße Reue für das Vergangene. Sie beinhaltet eine Änderung der eigenen Haltung, die zu einer Richtungsänderung führt.

Der Ruf - zum Glauben

Wenn Buße die Abkehr vom alten Leben bedeutet, so muss Glauben in ähnlich aktiver Bedeutung verstanden werden. Glauben heißt, sich der rettenden Macht Jesu Christi zuwenden.

Der Glaube hat drei Aspekte. Es gibt den Glauben an eine Tatsache, denn wahrer Glaube beginnt damit, dass man mit dem Verstand glaubt. Es gibt den Glauben an ein Wort oder an ein Versprechen - besonders an ein von Gott gegebenes. Doch es gibt auch den Glauben an eine Person - Jesus Christus. Dazu ist eine lebendige Beziehung der Liebe und des Vertrauens zu Christus notwendig. Wenn der Glaube nicht alle drei Aspekte umschließt, ist er unvollständig.

Das Versprechen - Vergebung

Endgültige und vollständige Vergebung der Sünden - das ist das Versprechen an alle, die auf die Gute Nachricht von Jesus antworten.

Die Vergebung ist nur um den Preis des Todes Christi zu haben; und Gott gibt sie jederzeit und kostenlos. Vergebung bedeutet nicht nur das Auswischen unserer vergangenen Sünden. Es bedeutet auch den Anfang eines neuen Lebens. Weil Gott uns vergibt, sind wir von ihm angenommen und können in Freundschaft zu ihm leben.

Das Versprechen - das Geschenk des Geistes

Die Verheißung des Neuen Testamentes umfasst neben der Sündenvergebung auch das Geschenk des Heiligen Geistes. Gott gibt uns den Geist, wenn wir Buße tun und an ihn glauben.

Das Geschenk des Geistes bringt dem Christen die Segnungen des Evangeliums und die Gegenwart Christi persönlich nahe. Er gibt uns Kraft für den Dienst und sichert uns die Verheißung ewigen Lebens zu. Alles, was der Tod Christi zugänglich gemacht hat, macht der Heilige Geist aktuell.

Hinweis

Wenn wir Christen werden, so müssen dabei Gott und wir selbst eine Rolle spielen. Wir tun Buße und geben unser altes Leben auf. Gott vergibt uns und stärkt uns mit dem Heiligen Geist.

Bibelstudium

Denkanstöße

  1. Fang an, die erste Hälfte der Predigt des Paulus in Apostelgeschichte 13, 22-41 zu lesen. Welche Hauptelemente enthält die Botschaft des Paulus? Was wird über Jesus gesagt? Wie wird es gesagt?
  2. Versuche einige neutestamentliche Texte zusammenzustellen, die die Botschaft der Vergebung zusammenfassen. Vergleiche das, was du gefunden hast mit anderem, z. B. Johannes 3, Römer 3, Epheser 2, Titus 3.
  3. Welche relative Bedeutung haben Verstand, Gefühl und Wille in der Antwort des einzelnen auf die Gute Nachricht'?
  4. Was ist das Hauptziel der Verkündigung des Heils in Christus? Vergleiche deine Gedanken mit Kolosser 1, 28 und Matthäus 28. 19 und 20.

 

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