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Der Römerbrief ist das Manifest der christlichen Wahrheit des Apostels Paulus. Hier wird der Weg des Heils klar verkündigt und angewandt.
Paulus formuliert als Thema seines Briefes „die Gerechtigkeit Gottes". Dann zeigt er, dass die Gerechtigkeit der heidnischen und der jüdischen Welt Gottes Maßstäben bei weitem nicht genügt und daher unter seine Verdammung fällt. Die ganze Welt ist schuldig.
Gottes Weg zur Gerechtsprechung des Sünders ist unabhängig vom Gesetz des Alten Testamentes (obwohl das Alte Testament Zeugnis davon gibt). Es ist frei zugänglich durch den Tod Christi für alle, die einen Glauben haben, wie er an Abraham deutlich wird.
Von der festen Grundlage der Rechtfertigung vor Gott aus erläutert Paulus die Segnungen und die Sicherheit der Rechtfertigung für den Gläubigen. Er stellt Adam Christus gegenüber -den neuen Vertreter und das neue Haupt des Menschengeschlechts, dessen eine gerechte Tat in der Lage ist, alle Menschen freizumachen.
Paulus verteidigt die Wahrheit der Rechtfertigung gegen die Behauptung, sie ermutige dazu, bewusst weiter in Sünde und Gesetzlosigkeit zu bleiben. Paulus bekräftigt, dass der Gläubige sich nun in Christi Tod und Auferstehung mit ihm identifiziert und damit zum „Knecht" oder „Sklaven" der Gerechtigkeit geworden ist.
Der Mensch hat in dieser Welt ein dringendes Bedürfnis nach Schicksal und Leistung. Sein Trachten nimmt manchmal die Form extrem materialistischer Bestrebungen an; zu anderen Zeiten schrumpft es zusammen auf Verzweiflung und Ziellosigkeit.
Jesus warnte seine Zuhörer davor, ihr Leben ganz dem Erwerb von Besitz zu widmen. Er lehrte, dass der, der sein Leben und seine Kraft ganz auf das Materielle wendet, einen schlechten Handel gemacht hat.
Seit frühester Zeit, wie auch in der Geschichte vom Turmbau zu Babel deutlich wird, wussten die Menschen, dass sie die Freundschaft und Annahme anderer Menschen brauchen. Die Geschichte der Menschheit belegt die Suche des Menschen nach echter Gemeinschaft, gegenseitigem Vertrauen und Brüderlichkeit. '
Doch alle Ideale, Vereinbarungen und politischen Regelungen erreichen nicht das, wonach er sucht. Der Zynismus aus dem Buch des Predigers zeigt uns das deutlich. Der Mensch ist ein einsames Wesen.
Der Mensch, wie er ist, kann mit der geistlichen Seite des Lebens nichts anfangen. Doch weil Gott ihn gemacht hat, fühlt er sich unvollständig, ohne eine auf Gott ausgerichtete Dimension.
Er ist unfähig, diese Dimension ohne Hilfe von außen zu erforschen, denn er wird als ein schwaches, armes, blindes, ja sogar totes Wesen beschrieben. Ohne ein geistliches Bewusstsein ist er nur ein Zerrbild seiner früheren Größe.
Obwohl der Mensch Gottes Heil braucht, wissen viele Menschen nicht von ihrem Bedürfnis danach. Man kann sich so an das Leben ohne Gott gewöhnen, dass das Gewissen tot ist. Solche Gleichgültigkeit ist nur ein weiterer Beweis für das zerstörte menschliche Wesen.