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5.6 Die Feinde des Menschen

Als Ergebnis seines Falles sieht sich der Mensch realen und mächtigen Feinden gegenüber, die nur durch die größere Macht Gottes überwunden werden können.

Der Satan

Der Teufel ist nicht allmächtig oder allgegenwärtig, wie Gott es ist. Er ist ein geschaffener Geist oder Engel, der die Rebellion gegen Gott wählte und vom Himmel herabfiel.

Er ist ein Feind des Menschen (das Wort „Satan" heißt „Gegner" oder „Feind"). Sein Ziel ist es, den Menschen zu erniedrigen, ihn von Gott zu trennen und zu vernichten. Seine Macht ist ungeheuer aber begrenzt. Er ist ein Betrüger und Lügner, ein Versucher und Mörder. In der Schrift wird er als brüllender Löwe oder als Drache beschrieben.

Seine Niederlage wurde in Tod und Auferstehung Jesu erstritten, sie wird vollständig, wenn er am Ende von Christus gerichtet und vernichtet wird. Unterdessen sollen wir dem Teufel widerstehen (Jakobus 4, 7).

Die Sünde

Über den Teufel kam die Sünde in die Welt und wurde durch den Sündenfall im Leben des Menschen zu einer beherrschenden Macht. Die Sünde wird in der Bibel so beschrieben: sie bricht das Gesetz Gottes, steht in der Feindschaft zu Gott, lehnt sich auf und erfüllt nicht Gottes Ansprüche.

Die Sünde kommt auf sehr verschiedene Weise zum Ausbruch; manchmal in ungeheuerlichen Taten, doch nicht weniger mächtig in der fast unmerklichen Untergrabung unseres Willens, Charakters und unserer Motivation. Die Entschlossenheit des Christen, gegen die Sünde zu kämpfen, wird in seiner Konzentration auf Christus gestärkt. Mit Christi Hilfe soll die Sünde abgelegt werden (Hebräer 12, 1 u. 2).

Die Welt

Mit der „Welt" meint die Bibel häufig die Gesellschaft, das System und die Einstellung, die Gott feindlich gegenüberstehen

und das Leben auf die irdische Existenz beschränken möchten. Wer weltlich lebt, begrenzt seine Wünsche auf den Erwerb von Besitz und gesellschaftlicher Position und schließt Gott ganz aus.

Die Ergebnisse eines Lebens, das sich an dieser Lebenseinstellung ausrichtet, sind im Leben der Menschheit nur allzudeutlich, und Christen können durch die Dinge dieser Welt in starke Versuchung geraten. Sie dürfen sich jedoch durch den Sieg, den Christus über die Welt errungen hat, ermutigen lassen. Unterdessen sollen wir als Licht in der Welt scheinen (Philipper 2, 15).

Das Fleisch

Außer seinen gebräuchlichen Bedeutungen hat das Wort „Fleisch" im Neuen Testament noch eine andere Bedeutungsebene; in modernen Übersetzungen wird sie oft mit „sündiges Wesen" oder „menschliches Wesen" wiedergegeben. Das Wort verweist auf den Hang zur Sünde, den jeder einzelne hat. Dieser Hang zur Sünde wird sowohl offen, als auch im Verborgenen befriedigt.

Der Mensch ist sein ganzes Leben hindurch an sein gefallenes Wesen gebunden. Da der Christ zwar den Geist Christi hat, aber auch noch im Fleisch ist, wird er zum Schlachtfeld zwischen Fleisch und Geist. Wir lernen jedoch, nach dem Geist und nicht nach dem Fleisch zu leben (Römer 8, 9).

Der Tod

Der Tod ist der große Feind des Menschen; er verfolgt ihn von Kindheit an, stört seinen Frieden und erschüttert seine Hoffnungen. Die Christen jedoch bekennen, dass Christus der große Zerstörer des Todes und der Angst vor dem Tode ist. Wie alle anderen Menschen müssen sich Christen den Problemen und Schwierigkeiten des Lebens stellen, doch sie danken Gott, der ihnen in Jesus Christus den Sieg gibt (1. Korinther 15, 57).

Hinweis

Ein Christ, der nichtgeistlich wächst, verfängt sich leicht in den Problemen, die auch die Welt so quälend zusammenhalten. Er steht in Gefahr, die Sicherheit des Friedens mit Gott zu verlieren.

Bibelstudium

Denkanstöße

  1. Lies Epheser 6,10-18, und denk über die Verteidigungswaffen des Christen gegen geistliche Gegnerschaft nach. Zähle die Befehle dieses Abschnittes auf: „Zieht an",... etc. Wie interpretierst du die verschiedenen Teile der Waffenrüstung? Warum können wir auf den Sieg hoffen?
  2. Wem gehört die Welt? Dem Teufel oder Gott? Vergleiche deine Antworten mit 1. Johannes 5, 19; Matthäus 4, 8 u. 9; 1. Samuel 2, 8; Psalm 24,1 und Offenbarung 11,15.
  3. Überlege dir unterschiedliche Situationen: Wann sollte der Christ vor dem Bösen fliehen, dagegen kämpfen, es untergraben oder einfach nur standhaft bleiben?
  4. Inwiefern ändert sich der Mensch ständig? Inwiefern bleibt er ewig gleich?

 

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