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5.4 Die Auflehnung und Verdammung des Menschen

Seine Auflehnung gegen Gott stürzt den Menschen ins Unglück; denn Gott kann in seiner absoluten Heiligkeit die Sünde nicht dulden, sondern er muss den Sünder verdammen.

Auflehnung und Schuld

Gott schuf den Menschen für ein Zusammenleben mit anderen Menschen. Er schuf ihn als ein gesellschaftliches Wesen. Es ist daher nicht weiter überraschend, wenn die Schrift lehrt, dass das ganze Menschengeschlecht in den Sündenfall verwikkelt ist, obwohl kein Mensch der Sünde eines anderen wegen verdammt wird.

Weil wir das Gute verworfen haben und lieber unsere eigenen Wege statt die Wege Gottes gehen, sind wir schuldig vor ihm. Schuld ist sowohl ein Gefühl als auch eine Tatsache. Sie äußert sich als Gefühl, weil unser Gewissen sagt, wenn wir falsch gehandelt haben. Wir schämen uns und fühlen uns schuldig, für das was wir getan haben.

Sie ist eine Tatsache, denn Gott weiß, dass wir uns gegen ihn aufgelehnt haben. Wir sind schuldig geworden, wie ein Verbrecher schuldig geworden ist. Wir verdienen Gottes Gericht.

Schuld und Verdammnis

Niemand kann den Auswirkungen der Auflehnung des Menschen gegen die Autorität Gottes entrinnen. Im dritten Kapitel von 1. Mose werden Mann und Frau aus Eden verwiesen, und es wird ihnen gesagt, dass sie von nun an durch harte Arbeit ihren Lebensunterhalt selbst verdienen müssen.

Gott hatte keine andere Wahl, als die Menschen zu verdammen. Weil er gerecht und heilig ist, kann er das Böse nicht dulden. Die Verdammung der Menschen zeigt uns, dass Gott unsere Sünden ernst nimmt. Wer verdammt wird, erfährt den Zorn Gottes.

Verdammnis und Trennung

Als Ergebnis seiner Auflehnung erfährt der Mensch zwar gewisse Einschränkungen, doch die Bibel betont, dass sein Hauptverlust auf der geistlichen Ebene liegt. Er hat sieh sein wertvollstes Vorrecht, den freien Zugang zu Gott und die Gemeinschaft mit ihm, verscherzt.

Durch die ganze Menschheitsgeschichte und die Geschichte des Gottesvolkes war es immer wieder die Sünde, die Hindernisse zwischen dem sündigen Menschen und dem heiligen Gott aufgebaut hat. Der Mensch ist verwirrt durch seinen Hang zum Bösen; er fühlt sich in dieser Welt fehl am Platz, weil er in Trennung von Gott lebt.

In der Entfremdung von Gott weiß der Mensch nichts von Gott und seinen Wegen, er ist unfähig, seine Bestimmung zu erfüllen. Er kann nicht zum Frieden mit Gott gelangen; er kann die Vergangenheit nicht ungeschehen machen.

Trennung und Tod

Der „Baum des Lebens" in 1. Mose 2 ist ein Sinnbild für das ewige Leben Gottes. Als der Mensch aus der Gemeinschaft mit Gott herausfiel, ging ihm dieses Leben verloren. Nach der Lehre der Bibel bedingen die Sünde und der Tod einander.

Wie der Apostel Paulus schreibt, ist der Tod der Lohn, den wir für die Sünde erhalten. In der Schrift wird oft nicht deutlich unterschieden zwischen dem Tod als einem geistlichen Zustand und dem Tod als dem Ende des physischen Lebens. Geistlich und physisch ist der Tod nach biblischer Lehre eine Schmach, weil er das Gericht Gottes über die Sünde darstellt. Deshalb sind wir gegen den Tod machtlos; nur Gott kann etwas gegen ihn tun.

Dass Jesus Christus den Tod physisch überwunden hat, ist das zentrale Ereignis im Handeln Gottes in dieser Frage.

Hinweis

Die Sünde ist allgegenwärtig, und wir werden täglich daran erinnert, dass dem gefallenen Menschen nicht zu trauen ist.

Bibelstudium

Denkanstöße

  1. Lies und untersuche Psalm 51. David schrieb den Psalm nach dem Ereignis, das in 2. Samuel 11 und 12 berichtet wird. Wie sieht David Gottes Einstellung zur Sünde; das Wesen der Sünde; Gegenmittel (kurzfristig und langfristig- siehe Hesekiel 36, 25--27); und seine eigene Einstellung für die Zukunft?
  2. Warum sind solche Ausdrücke wie Sünde, Schuld, Sündenfall in manchen Kreisen heute nicht beliebt? Waren sie jemals beliebt?
  3. Christen sind Menschen mit freudigem Herzen. Wie ist es möglich, mit der biblischen Auffassung der Gefallenheit zu leben, und es doch zu vermeiden, dauernd auf dem eigenen Versagen zu beharren?
  4. Welche praktischen Anzeichen im Menschen und seiner Umwelt deuten an, dass diese Welt, auch wenn es sich immer noch gut in ihr leben lässt, ihre ursprüngliche Vollkommenheit verloren hat?

 

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