Bibelgrundkurs auf Salomo.net

5.2 Dimension des Menschseins

Die Mannigfaltigkeit des menschlichen Wesens ist ein Beweis für die Erschaffung des Menschen durch Gott und auf Gott hin.

Natur

Gott hat den Menschen die Erde zur Heimat gegeben, darin zu leben und sie zu erhalten. Es ist eine von Leben wimmelnde Heimat voll Vielfalt und Farbe. Sie hat regelmäßige Jahreszeiten und ungeheure Vorräte.

Die Welt und die Materie sind nicht schlecht (wie verschiedene nichtchristliche Lehren behaupten), sondern sie sind ein Teil von Gottes guter Schöpfung. Nahrung und Gesundheit sind gute Gaben Gottes, und wir sollten sie dankbar entgegennehmen. Der Mensch soll die Erde bebauen; er soll das Land bearbeiten, das ihm Gott gegeben hat.

Kreativität

Wo die Schrift ernstgenommen wurde, konnten sich Wissenschaft und Technik auf produktive Weise entwickeln. Das hat seine Ursache darin, dass die Bibel die Menschen ermutigt, die Wunderwerke Gottes zu erforschen und weiterzuentwickeln. Bergbau, Handel und Industrie sind, wenn sie verantwortlich betrieben werden, ein Teil der Aufgabe des Menschen auf dieser Erde.

Kultur

Der Mensch besitzt eine den Tieren unbekannte Fähigkeit- er reagiert auf Schönheit, kann sich gegenseitig weiterentwikkeln, hat einen Sinn für Literatur und Kunst, für Sport und Erholung.

Das Leben auf der Erde soll schön sein. Doch das kulturelle Leben erfordert mindestens genauso viel Disziplin wie jeder andere Lebensbereich. Jedenfalls sind Ruhe und Erholung ein lebenswichtiger Teil des Programms für den Menschen.

Gesellschaft

Gott hat den Menschen nicht für das Alleinsein geschaffen,

sondern für ein Leben in Gemeinschaft mit dem Nächsten; das Muster des Gemeinschafts- und Familienlebens kommt aus dem Wesen Gottes selbst. Gott hat uns dazu geschaffen, in Beziehung zueinander zu treten.

Die Bibel betont den hohen Wert der Freundschaft und vor allem der Ehe. Die Beziehung zwischen Frau und Mann wird als Geschenk Gottes bezeichnet. Im Teilen von Freud und Leid, in der Gemeinschaft und der Freude des Liebesaktes gewinnen Eheleute die Fähigkeit, sich ein Leben lang gegenseitig zu stärken.

Wir sind dazu geschaffen, einander im Umgang miteinander Mitgefühl und Gerechtigkeit zu erweisen. Nur wenn Menschen sich dieser Eigenschaften bedienen, werden ihre Beziehungen in der Familie, ihr soziales Engagement, ihre Verantwortung in der Regierung oder ihre Arbeit zu dem, was Gott gewollt hat. Gott will, dass alle Menschen einander lieben.

Religion

Gott hat den Menschen geschaffen, und er hat ihm auch geistliche Fähigkeiten mitgegeben. Weil der Mensch aber von Gott ganz entfremdet ist, ist er auf der ständigen Suche nach seiner geistlichen Heimat. Die Suche nimmt vielfältige Formen an; sie werden in den großen Weltreligionen anschaulich, in der menschlichen Anstrengung zur Vereinigung mit Gott und dem Streben nach Erfahrungen, die über den Materialismus hinausreichen.

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein" (Matthäus 4, 4). Damit bekräftigte Jesus nicht nur eine alttestamentliche Aussage, sondern er bestätigte auch etwas, was das menschliche Herz schon immer weiß. Der Mensch braucht mehr als nur materielle Bedürfnisbefriedigung. Die Bibel gibt der suchenden Menschheit Antwort auf die Fragen, auf die Philosophen und Gelehrte vergeblich Antwort suchten: Gott selbst hat sich auf die Suche gemacht- auf die Suche nach den Menschen, die er liebt.

Hinweis

Im Menschen liegen riesige Kräfte verborgen. Sie sollten uns Ansporn sein, unsere Fähigkeit zum schöpferischen Dienst in der Welt ausreifen zu lassen.

Bibelstudium

Denkanstöße

  1. Lies 2. Korinther 5, 1-10. Wie sieht der Apostel Paulus seine leibliche Existenz, seine himmlische Zukunft und die Erfahrung, mit beiden in Verbindung zu stehen? Inwieweit kannst du seine Einstellung in Vers 9 nachvollziehen?
  2. Welche Begabungen hat Gott dir verliehen? Wie haben sie dich als Person reich gemacht? Welche kann darin liegen, begabt zu sein?
  3. Wie siehst du deine Rolle in der Gesellschaft, die oft korrupt ist" Welche Haltung hältst du für richtig: Mitarbeit, Absonderung, Kompromiss oder Verdammung`? Vergleiche deine Antwort mit Johannes 17, 15 u. 16 und Matthäus 5, 13-16.
  4. Es hat Zeiten gegeben, in denen die Christen der Kunst misstrauisch gegenüberstanden. Warum? Wovon sollten wir uns in unserer Einstellung zu Musik, Malerei, Film und Literatur leiten lassen?

 

>>Zurück zum Inhaltsverzeichnis