Bibelgrundkurs auf Salomo.net

5.1 Die Einzigartigkeit des Menschen

Die Bibel lehrt, dass der Mensch die Krone von Gottes Schöpfung ist. Er ist das einzige Wesen, das mit dem Schöpfer in eine persönliche Beziehung treten kann.

Der Mensch ist ein ganzheitliches Wesen - er hat einen Körper und eine Seele

Wie uns die Bibel lehrt, haben alle Menschen ein gemeinsames Wesen und einen gemeinsamen Ursprung. Gott hat den Menschen mit Verstand ausgestattet. Der Mensch ist das höchste aller Lebewesen. Als solches soll er über die Erde herrschen und ihre Rohstoffe verantwortlich nutzen.

Gott hat den Menschen seinem Platz in der Schöpfung gemäß geschaffen und ihm auch einen Körper gegeben. Er gehört ganz zur Schöpfung Gottes. Doch der Mensch ist nicht nur ein körperliches Wesen. Er hat auch eine geistliche Dimension - er kann sich Gott und seinen Geboten ganz öffnen. Diese beiden Ebenen, die körperliche und die geistliche, umfassen den ganzen Menschen.

So wird der Mensch im biblischen Schöpfungsbericht beschrieben, der in seiner Reichweite, Einfachheit und Würde keine literarische Parallele hat.

Der Mensch ist ein geistliches, nach Gottes Bild geschaffenes Wesen

Die Einzigartigkeit des Menschen beruht darauf, dass er nach dem Bilde Gottes, ihm ähnlich geschaffen wurde. Er hat ein Wesen, das Gott ähnlich ist, darum kann er auch eine Beziehung zu seinem Schöpfer aufnehmen.

Der Mensch ist zwar als Ebenbild Gottes geschaffen, aber das heißt nicht, dass er Gott ist oder noch nicht einmal, dass er ein Teil Gottes ist. Die Bibel lehrt klar und deutlich, dass der Mensch sich auch wesentlich von Gott unterscheidet. Der Mensch ist also kein verkleideter Gott oder eine Inkarnation Gottes. Aber es gibt im Menschen ein Schlüsselelement, das ihn von der Natur absetzt und ihn über die Natur erhebt. Er ist

dazu geschaffen, Gott zu lieben, ihn anzubeten und mit ihm Gemeinschaft zu haben.

Der Mensch ist eine Persönlichkeit mit Verstand, Gefühl und Willen

Der Mensch ist nicht nur auf Gott hin geschaffen; er ist auch auf eine Vielzahl persönlicher und liebender Beziehungen in der menschlichen Familie hin geschaffen. Er kann zärtlich und treu sein, kann sich opfern für andere. Er kann schöpferisch denken und kluge Entscheidungen treffen. Er ist sich selbst ganz bewusst, besitzt Humor, fühlt Sorge und Hass. Er liebt die Schönheit und genießt die Erholung.

Diese Qualitäten des Menschen zeigen, dass er weder ein Tier noch eine Maschine ist. Seine Instinkte, Gefühle und Hoffnungen beweisen, dass er weit davon entfernt ist, eine bloße Ansammlung chemischer Reaktionen zu sein. Die Bibel erkennt ihm persönliche Würde und Freiheit zu.

Der Mensch ist ein für seine Handlungen verantwortliches Wesen

Die Bibel setzt eine moralische Ebene im Menschen voraus, die ihn in Beziehung zu seinem Schöpfer setzt. Das zeigt sich z. B. daran, dass selbst in den primitivsten Gesellschaften Gesetze das Zusammenleben regeln. Der Mensch kennt den Unterschied zwischen gut und böse.

Im Tierreich herrscht allein der Antrieb der Instinkte. Der Mensch besitzt eine zusätzliche Antriebskraft, die ihn zum moralischen Handeln treibt- die ihm sagt: „Ich soll".

Daraus zieht die Bibel die grundsätzliche Folgerung, dass der Mensch nicht das Produkt seiner Erziehung oder der ihn umgebenden Umstände ist. Er ist vielmehr für seine Handlungen verantwortlich und muss sich für sie verantworten. Wenn wir uns von diesem Verständnis vom Wesen des Menschen abwenden, so gefährden wir damit auch den Inhalt solcher Begriffe wie Lohn, Verdienst, Gerechtigkeit oder sogar Versöhnung.

Hinweis

Dass der Mensch am Wesen Gottes teilhat, erhebt ihn über die Ebene eines Tieres, einer Maschine oder eines Zufallprodukts.

Bibelstudium

Denkanstöße

  1. Lies Psalm 8. Was verleiht dem Menschen in der Weite des ihn umgebenden Weltalls Bedeutung? Was erfahren wir über seine Stellung und seinen Rang, über seine Verantwortung? Wie korrigiert dieser Psalm verbreitete falsche Denkmuster?
  2. Ein bekannter Filmstar behauptete einmal: "Ich bin nur ein Stück Fleisch." Wie können wir diese Aussage von der Bibel her korrigieren?
  3. Betrachte 1. Mose 1, 26.27. In welcher Hinsicht ist der Mensch Gott ähnlich? Wo unterscheidet er sich von ihm?
  4. Was hältst du von der Auffassung, sündigen sei eine Art Krankheit, für die es irgendwo die richtige Behandlung geben könnte? Könnte das manchmal zutreffen?

 

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