Bibelgrundkurs auf Salomo.net
Das Wirken des Heiligen Geistes in uns verändert unser Wesen. Der Geist entwickelt in uns die folgenden Qualitäten (nach Galater 5, 22 u. 23):
Christus hat uns ein neues Gebot gegeben: wir sollen einander lieben. Es war deshalb neu, weil die Liebe, die er dabei im Sinn hatte, seiner Liebe nachgebildet war - selbstlose, opferbereite und praktische Liebe, die in jeder Zeit revolutionär wirkt. Freude
Wer die Bibel zum ersten Mal liest, wird überrascht sein, dass Freude und Verfolgung oft in einem Atemzug genannt werden (z. B. Matthäus 5,11 u.12; Apostelgeschichte 5, 41; Jakobus 1, 2 u. 3; 1. Petrus 4,12-14). Diese neutestamentliche Freude ist von den Umständen ganz unabhängig. Es ist die Freude der Herrschaft Christi in unserem Leben, die Freude, die aus dem Geist kommt.
Jesus hat „seinen Frieden" als einen Frieden beschrieben, der „höher ist als alle Vernunft". Das heißt nicht, dass es keine Schwierigkeiten mehr gibt; doch ein tiefer Frieden beschützt das Leben in der Geborgenheit Christi.
Der Apostel Paulus wollte, dass die Leser seiner Briefe miteinander und mit den Fehlern des anderen geduldig und tolerant umgehen sollten. Petrus wies auf das Beispiel von Christi Geduld und Ausharren im Leiden hin. Die stärkste Geduld kommt aus Christus.
Wo der Geist Christi in eine Situation oder in einen Menschen kommt, wird Freundlichkeit wirksam. Die einzigartige Freundlichkeit Christi zeigt sich in seinen Gleichnissen, im Bruch von menschlichen Bräuchen, um den Ausgestoßenen zu helfen und in dem Wert, den er dem einzelnen zumaß.
Die Güte, die sich in Jesus zeigte, zog die Menschen zu ihm hin, lange bevor sie seine wahre Identität erkannten. Güte ist handelnde Liebe. Sie erwartet keinen Lohn; sie kommt aus einem reinen und offenen Herzen. Sie weist die Menschen auf Gott hin.
Gott freut sich, dass er seinen Menschen Verantwortung geben kann. Wenn wir in den kleinen Dingen, die uns Gott anvertraut, treu sind, dann wird er uns auch größere Aufgaben geben. Die Bibel erinnert den Diener Christi an den letzten Tag, an dem die Treue seines Dienstes beurteilt werden wird.
Wieder zeigt uns die Bibel, dass Jesus Christus die wahre Sanftmut verkörperte. Selbst im Angesicht der schlimmsten Provokation verlor er nie die Beherrschung oder drohte mit seiner Macht. Seine Jünger - besonders Jakobus und Johannes - mussten das erst lernen (Lukas 9, 51-56).
Ausschweifungen und Disziplinlosigkeit rühren aus moralischer Schwäche. Selbstbeherrschung ist ein Zeichen von Stärke und charakterlichem Wachstum. Paulus rät, wie Sportler vor einem Wettkampf, hart zu trainieren. Wenn der Geist in uns herrscht, werden wir den Unterschied spüren.
Die natürlichen Gaben des Christen werden vom Geist eher noch gefördert als unterdrückt.