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4.2 Die Namen und Beschreibungen des Heiligen Geistes

Wesen und Handeln des Heiligen Geistes werden durch die verschiedenen Namen und Beschreibungen, unter denen er bekannt ist, betont.

Heiliger Geist

Unter diesem Namen ist die dritte Person der Dreieinigkeit am besten bekannt. So bezeichnete ihn Jesus in seinen letzten Verheißungsworten an die Jünger, und so nannte ihn Petrus an Pfingsten. Dieser Name verweist auf die Heiligkeit des Geistes und auf seinen Widerstand gegen die Sünde.

Geist Gottes

Dieser Titel wird sowohl im Alten als auch im Neuen Testament häufig gebraucht. Er bedeutet zum einen, das der Geist Gott ist, zum anderen, dass er Gottes Macht hat. Jesus erhob den Anspruch, vom Geist Gottes zum Kampf gegen die dämonische Welt seiner Zeit befähigt zu sein.

Geist Christi

Für den gläubigen Christen ist dieser Titel eine Zusicherung und eine Hilfe, denn er zeigt uns, dass Christus sein Wort gehalten und seine Jünger nicht allein gelassen hat, als er zum Himmel auffuhr. Der Geist wurde gesandt und erfüllte

Christi Verheißung: „Ich werde zu euch kommen."

Geist der Wahrheit

Den Aposteln zugesichert, dass der Geist sie befähigen würde, sich an Christi Lehre zu erinnern, und dass er sie in alle Wahrheit leiten würde. Wir schulden dem Geist als dem göttlichen Autor der Bibel Dank.

Ratgeber und Helfer

Die wörtliche Bedeutung des Wortes „Ratgeber" ist„einer der neben uns hergeht". Dieser Name gibt den Christen Sicherheit in Versuchung, Zweifel, forderndem Dienst und im Angesicht ihrer Gegner.

Wind

Diese lebendige Beschreibung des Handelns des Geistes wird oft in der Bibel gebraucht. Hesekiel hat eine Vision, in der trockene Knochen neues Leben erhalten; Christus spricht davon zu Nikodemus in Johannes 3; an Pfingsten hört man das Rauschen des Windes. Der Wind veranschaulicht Geheimnis, Vollmacht und Kraft.

Wasser

Christus vergleicht den Geist manchmal mit Wasser. Jesus . sagt: „wer an mich glaubt, von dem werden Ströme lebendigen Wassers fließen." Er meint damit die Lebens spendende Aktivität des Heiligen Geistes.

Feuer

Der Prophet Maleachi spricht davon, dass der Botschafter Gottes als läuterndes Feuer kommt. Dieses Bild wird im Neuen Testament wieder aufgenommen. Johannes der Täufer kündigt an, Jesus werde mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. Die Feuerzungen an Pfingsten sollen wahrscheinlich die läuternde Kraft des Heiligen Geistes veranschaulichen.

Wenn Gott im Alten Testament zu einem besonderen Dienst erwählte, so wurde der Betreffende zum Zeichen dafür mit Öl gesalbt. Die Bibel sagt uns, dass Jesus mit dem Geist „gesalbt" wurde und dass das auch für seine Jünger gilt.

Taube

Bei seiner Taufe senkte sich der Geist in Form einer Taube auf Jesus herab. Ohne Zweifel hatte Jesus den Geist zwar schon vorher, doch dieses Ereignis unterstreicht seine Sanftmut. Sie wird in der Taube veranschaulicht. Diese Sanftmut wird auch ein Wesensmerkmal des sich anschließenden Wirkens Christi sein.

Hinweis

Wir müssen darauf achten, dass wir aus diesen Bildern nicht mehr machen als eben dies: hilfreiche Veranschaulichungen.

Bibelstudium

Denkanstöße

  1. Lies Apostelgeschichte 2, 1-13. Welchen Eindruck macht der Bericht auf dich? Welche drei Zeichen zeigen an, dass für die Kirche das Zeitalter des Heiligen Geistes begonnen hat? Was ist das Einzigartige an Pfingsten? Was macht es zum Geheimnis des Gemeindelebens?
  2. Welche Namen des Heiligen Geistes sind dir durch die Erfahrung am Vertrautesten?
  3. Such dir ein oder mehrere Merkmale des Heiligen Geistes aus und verwandle sie in ein Gebet, in Danksagung.
  4. Der Apostel Petrus zieht an Pfingsten eine Verbindung vom Geschenk des Heiligen Geistes zum Geschenk der Vergebung (Apostelgeschichte 2, 38 u. 39). Was können wir daraus über christliche Kommunikation lernen.

 

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