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4.1 Die Person des Heiligen Geistes

Der Heilige Geist ist die dritte Person der Dreieinigkeit. Er kommt vom Vater und vom Sohn und ist ihnen gleich. Er führt Gottes Willen aus und wirkt im Leben der Christen.

Die dritte Person der Dreieinigkeit

Der Heilige Geist wird in der Bibel als Person beschrieben, die ganz der Anbetung wert ist. Er ist nicht nur in die christliche Taufformel eingeschlossen und in den apostolischen Segen, seine Werke werden auch als Werke Gottes beschrieben.

Er hat an der Schöpfung mitgewirkt; er gibt den Christen neues Leben; er ist die Quelle aller Weisheit, der Führer und Helfer der Kirche durch alle Zeiten; er lässt das Heil für den einzelnen zur realen Erfahrung werden. Der Apostel Petrus hat die Lüge gegen den Heiligen Geist mit der Lüge gegen Gott gleichgesetzt (Apostelgeschichte 5, 3 u. 4).

Als Christus die Erde verlassen hatte, ging der Heilige Geist an seine eigentliche Arbeit. Die Apostelgeschichte (sie beschreibt die Geschichte der Urgemeinde) schildert, wie der Geist über die junge christliche Bewegung wacht und sie leitet.

Er hat ein persönliches Wissen

Der Heilige Geist ist mehr als nur eine Kraft; er ist eine Person mit einem eigenen Charakter. Die Bibel lehrt, da13 Gott uns durch den Geist ganz kennt. Der Verstand des Heiligen Geistes hilft uns, unser Leben als Christen zu formen.

Jesus sagte, der Heilige Geist würde seine Apostel an seine Worte und Lehren erinnern. Der Heilige Geist spricht (wie in den Briefen an die sieben Gemeinden der Offenbarung); er tritt für uns ein und gibt uns Sicherheit, dass wir zu Christus gehören.

Er fühlt als Person

Da der Heilige Geist eine Person ist, ist es keine Überraschung, dass er Emotionen haben kann, so wie wir den Begriff verstehen, denn der Mensch wurde ja nach Gottes Bild geschaffen.

So ist es denn auch möglich, den Heiligen Geist traurig zu machen. Er kann auch verletzt werden. Wir müssen deshalb vorsichtig sein bei dem, was wir tun oder sagen, damit wir den Heiligen Geist, der in uns wohnt, nicht verletzen. Die Bibel erwartet von uns, dass wir Gott in unserem Wesen und inneren Leben verherrlichen. Damit werden wir den Heiligen Geist erfreuen.

Er handelt als Person

Derselbe Geist, der an der Schöpfung mitgewirkt hat, der Gottes Führer in der Vergangenheit ausrüstete und die Propheten „begeisterte", kam in der Urgemeinde zu seiner wahren Macht, handelte in ihr und durch sie. Die ganze Bibel berichtet von seiner handelnden Persönlichkeit.

Das Neue Testament zeigt uns z. B., dass er Menschen zur Erkenntnis ihrer Sünde führt (wie es an Pfingsten geschah). Er führt die Nachfolger Jesu und gibt ihnen Anleitung. An anderer Stelle verbietet er eine Handlungsweise und wählt der Gemeinde Führer. In diesen Beispielen sehen wir, dass der Heilige Geist eine Person ist, die entscheidend an der Ausführung von Gottes Plänen mitwirkt.

Hinweis

Zwar ist Jesus nach seiner Himmelfahrt nicht mehr sichtbar und körperlich anwesend, doch nach Pfingsten begleitet der Geist Gottes Volk unsichtbar überall hin. Christus kommt nun zu jedem Gläubigen unsichtbar im Geist. Wenn wir den Heiligen Geist haben, haben wir Christus.

Bibelstudium

Denkanstöße

  1. Lies Johannes 16, 5--15. Man hätte meinen können, Jesu Abschied sei ein großer Verlust gewesen für sein Volk. Warum ist das nicht so? Versuche von dieser Bibelstelle her, die Vorteile der körperlichen Abwesenheit Jesu aufzuzählen.
  2. Wann hast du zum ersten Mal gemerkt, dass Gott, der Heilige Geist, in deinem Leben handelt? Vergleiche deine Erfahrungen mit denen anderer.
  3. Warum steht für viele Christen Jesus mehr im Mittelpunkt als der Heilige Geist? Was hältst du davon? Siehe Johannes 16,14.
  4. Inwieweit kann ein Christ wissen, ob der Heilige Geist sich über bestimmte Handlungen nun gefreut hat oder nicht?

 

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