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3.5 Der Versöhnungstod Jesu Christi

Versöhnung geschieht, wenn zwei Konfliktparteien wieder zusammenkommen. In seinem Versöhnungstod für die Sünden der Menschen hat Jesus Christus uns wieder den Zugang zur Einheit mit Gott eröffnet.

Der Tod Christi ermöglichte eine neue Beziehung zu Gott

Nach der Lehre der Bibel steht die Sünde des Menschen als ' Hindernis zwischen ihm und dem Schöpfer. Doch Jesus hat die Verantwortung für die menschliche Sünde und ihre Strafe am

Kreuz willig auf sich genommen. Wer auf die gute Nachricht, dass seine Sünden vergeben werden können, antwortet, kann eine neue Beziehung zu Gott eingehen.

Feindschaft wird ersetzt durch Freundschaft. Wer sich mit Christus verbindet, den sieht Gott so an, als hätte er nie gegen ihn rebelliert. Ja, der Christ wird als total neuer Mensch angesehen.

Der Tod Christi erfüllte die alttestamentlichen Schriften

Das Alte Testament lehrt, dass Gott und die Menschen nur durch ein Opfer versöhnt werden können. Nur so kann die Schuld der Sünde gelöscht werden. Die Tieropfer des Alten Testamentes konnten jedoch keine Sünde vergeben. Sie waren auch keine endgültige Lösung des Problems der Sünde. Das Neue Testament sieht sie als Veranschaulichung und Vorausdeutung des vollkommenen Opfers Jesu.

Der Tod Christi zerstörte das Reich des Teufels

Durch den Tod und die Auferstehung Christi wurde die Macht Satans und seines Reiches gebrochen. Die völlige Vernichtung des Teufels steht noch aus. Der Christ weiß um Satans Handeln und seinen Einfluss - doch er vertraut auf den Sieg und den Schutz durch die Macht des Kreuzes.

Der Tod Christi brach die Herrschaft der Sünde

Die Bibel spricht oft von der Erlösung (vom „Loskauf") von in Sklaverei geratenen Menschen. Sie schildert Christus als den Erlöser seines Volkes von der Strafe des göttlichen Gesetzes.

Weil Christus in seinem Tod unsere Schuld auf sich genommen hat, hat die Sünde nicht länger Macht, das Leben der Menschen zu beherrschen.

Der Tod Christi zeigte einen Weg zum Sieg

Die Einschränkung der Macht des Teufels (und schließlich seiner Niederlage) und die Löschung der Sündenschuld im Kreuz Jesu Christi haben den Christen frei gemacht.

Der Christ ist nicht vom Kampf für moralische Reinheit befreit, sondern für diesen Kampf. Wir können das Heilswerk wie folgt „durchdeklinieren": Der gekreuzigte Heiland hat uns von der Strafe der Sünde gerettet; der lebendige Heiland wird uns aus der Gegenwart der Sünde retten. Seit dem Kreuz ist das die Botschaft des Sieges.

Der Tod Christi garantiert uns die Ewigkeit mit Gott

Das Kreuz ist die Garantie, dass Gott seinem Volk seine Liebe auf ewig zugewendet hat; dafür ist der Tod seines Sohnes das eindrucksvollste Zeugnis.

Der Tod ist zwar noch ein Feind, aber er ist ein durch Tod und Auferstehung Jesu besiegter Feind. Wie der Teufel, so wird auch der Tod schließlich vernichtet werden. Das Kreuz sichert dem Christen das verheißene Erbe in Gottes ewigem Reich zu.

Hinweis

Ein großer Teil der vier Evangelien beschäftigt sich mit den Ereignissen um den Tod Christi. Das Kreuz war kein tragischer Zufall - das ganze Leben Christi war auf dieses Ereignis ausgerichtet.

Bibelstudium

Denkanstöße

  1. Lies Matthäus 27, 32 54. Inwiefern erfüllt der Tod Jesu das Alte Testament (z. B. Psalm22)?
  2. Kurz vor seinem Tod rief Jesus: „Es ist vollbracht!" (Johannes 19, 30). Was bedeuten diese letzten Worte Jesu?
  3. Wenn du darüber nachgedacht hast, lies Johannes 12, 27 und 17,4.
  4. Wie sollte ein Christ auf den Opfertod Jesu antworten?
  5. Aus 1. Korinther 1, 1-25 erfahren wir, dass die Botschaft des Kreuzes für viele ein Ärgernis ist. Warum ?

 

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