Bibelgrundkurs auf Salomo.net

3.3 Die Hauptaspekte des Wirken Jesu Christi

Christus ist nicht mit anderen Propheten oder religiösen Führern zu vergleichen. Durch seine Vollmacht und seine Taten, durch die Macht seiner Lehre und seines Beispiels, forderte er seine Zuhörer heraus, an ihn als den einzigen Sohn Gottes zu glauben.

Überzeugende Vollmacht

Jesu Zuhörer staunten über die Vollmacht seiner Lehre. Die alten Propheten hatten oft erklärt: „Der Herr sagt..." Doch Jesus Christus sagte wiederholt: „Ich aber sage euch..." Er führte seine Zuhörer zu sich selbst.

Die Führer der Juden leiteten ihre Autorität damals von den großen Lehrern der Vergangenheit her. Jesus jedoch lehrte im eigenen Namen und aus eigener Vollmacht.

Provozierende Gleichnisse

Jesus Christus fasste seine Lehre in Worte und Bilder aus dem täglichen Leben. Das gilt besonders für seine unvergesslichen Gleichnisse, die die Wahrheit sowohl verbergen als auch enthüllen.

Oft lassen sich Menschen von der Geschichte des verlorenen Sohnes oder des törichten Reichen fesseln und entdecken erst später, dass es ein Gleichnis über sie selbst war.

Bekräftigende Wunder

Die Vollmacht Christi wurde in seinen Wundern unterstrichen. Der Wind und die Wellen gehorchten seinem Befehl, und selbst Tote kehrten ins Leben zurück.

Doch die meisten seiner Wunder waren Heilungen. Sie waren ein Teil seines Werkes der Liebe. Sie verwiesen auch auf sein Einssein mit dem Vater und auf das Kommen des Reiches Gottes.

Anziehendes Erbarmen

Christi tiefe Anteilnahme an den Menschen rührt aus seiner Erkenntnis, dass der Mensch nach Gottes Bild

geschaffen ist, dass er aber gefallen ist und in einer gefallenen Welt lebt.

Aus diesem Grunde kümmerte sich Christus um den einzelnen. Das zeigt sich in seinen vielen Begegnungen mit den Hilflosen, den Kranken, den Besessenen. Die Massen merkten bald, welch hohen Wert Jesus dem einzelnen zumaß, und kamen in großer Zahl zu ihm.

Vorbereitende Schulungen

Zu Beginn des zweiten Jahres von Jesu öffentlichem Wirken wählte er sich zwölf Jünger zur Teilnahme an seinem Werk der Lehre, Predigt und Heilung. Diese Männer lernten aus dem Beispiel Jesu und aus dem vertrauten Umgang mit ihm. Er bereitete sie auch auf ihre zukünftige Arbeit vor, bei der sie (und siebzig andere) jeweils zu zweien ausgesandt wurden, um sein Werk zu tun.

Die Zwölf verstanden nicht alles, was er sie lehrte sofort, doch ihre Schulung sollte für die künftige Entwicklung der Gemeinde lebenswichtig werden.

Zur Entscheidung herausgefordert

Von Anfang an hatten die Worte und Taten Jesu eine herausfordernde Schärfe, die schließlich einen Zusammenstoß mit den jüdischen Autoritäten provozierte.

Jesus stieß mit den jüdischen Führern wegen folgender Probleme zusammen: Er verkehrte mit Sündern, stellte Traditionen in Frage, liberalisierte den Sabbat und beanspruchte, Gott zu sein.

Hinweis

Es ist bemerkenswert, dass Jesus, obwohl er seine Zuhörer auf sich selbst hinwies, niemals einen eingebildeten, arroganten oder egoistischen Eindruck hinterließ.

Bibelstudium

Denkanstöße

  1. Betrachte die Lehre Jesu in Matthäus 5, 1-12. Auf welche Weise setzen seine Worte die Werte der Welt außer Kraft? Versuche die Segnungen aufzuzählen, die für die Glieder des Reiches Gottes gelten.
  2. Wie kann man als Christ Jesu Haltung gegenüber den einzelnen am besten in die Praxis umsetzen? Wie kannst du das in deinem eigenen Bereich tun?
  3. Ein wahrer Christ wird die Auseinandersetzung nicht umgehen können. Welchen Konflikten müssen wir uns heute im Namen Christi stellen?
  4. Welches Gleichnis Jesu hat dich in letzter Zeit am meisten angesprochen? Sprich mit Freunden oder Bekannten darüber.

 

>>Zurück zum Inhaltsverzeichnis