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3.2 Die Hauptereignisse in den Evangelien

Die vier Evangelien präsentieren dem Leser eine Auswahl wichtiger Ereignisse aus dem Leben Christi. Die folgenden sind von besonderer Bedeutung.

Seine niedrige Geburt

Jesus wurde in der Regierungszeit des römischen Kaisers Augustus in eine sehr arme Familie hineingeboren. Er wurde während einer römischen Volkszählung in der Fremde geboren; er wurde hineingeboren in unmittelbare Gefahr-König Herodes suchte ihn zu töten. .

Diese beiden Elemente - Niedrigkeit und Unsicherheit - sollten sein Leben auch weiterhin bestimmen.

Seine sündlose Taufe

Die Taufe Jesu steht am Anfang seines Wirkens. Johannes der Täufer rief seine Jünger zu einer Taufe der Umkehr. Jesus jedoch war ohne Sünde, für die er hätte Buße tun sollen. Doch indem er sich trotzdem der Johannestaufe unterwarf, zeigte er, dass er sich auf die Seite der sündigen Menschen stellte. Das Herabschweben des Geistes in Gestalt einer Taube und das annehmende Wort des Vaters, die die Taufe begleiteten, zeigen, dass Gott das sich nun anschließende Wirken Jesu gutheißt.

Die anhaltende Versuchung

Gleich nach der Taufe ging Jesus vierzig Tage in die Wüste und fastete. In dieser Zeit wurde er vom Teufel versucht.

Die uns überlieferten Versuchungen zeigen Jesus vor der Frage, ob er seiner Aufgabe ausweichen soll. Doch Jesus trotzte diesen und allen anderen Versuchungen, die ihn während seines Lebens heimsuchen sollten.

Seine Verklärung

Gegen Ende seines öffentlichen Wirkens nahm Jesus drei seiner Jünger mit auf die Spitze eines Berges. Er begann sein Aussehen zu verändern und fing an zu leuchten.

Moses und Elia erschienen und sprachen mit Jesus über die in Jerusalem bevorstehende Prüfung. Wie bei der Taufe hörten die Jünger eine Stimme göttlichen Wohlwollens. Dieses Ereignis war ein deutlicher Vorgeschmack auf die bevorstehende ganze Herrlichkeit Christi.

Sein gehorsamer Tod

Nach dem triumphalen Einzug in Jerusalem wandte sich der Lauf der Ereignisse gegen Jesus. Auf das Passahmahl, das er noch mit seinen Freunden feierte, folgten der Verrat durch Judas, eine Anzahl zweifelhafter Prozesse, der Tod am Kreuz und das Begräbnis.

Es war eine dunkle Stunde. Doch um dieser Stunde willen war Jesus in die Welt gekommen. Er hatte klar gesagt, dass er nicht nur zum Lehren und Heilen in diese Welt gekommen war, sondern auch um zu leiden und für alle Menschen zu sterben.

Eine siegreiche Auferstehung

Sechsunddreißig Stunden nach seinem Begräbnis fand man sein Grab leer - nur die abgelegten Leichentücher waren noch da. Johannes genügte es, das „zu sehen und zu glauben".

In einem Zeitraum von vierzig Tagen erschien Jesus nun seinen Jüngern. Dabei handelte es sich nicht um eine Einbildung, denn er nahm Nahrung zu sich, konnte berührt werden und wurde von Hunderten lebend gesehen. Und doch war er nun der einzige, der ganz andere - der Sieger über den Tod.

Seine Himmelfahrt

Das letzte Mal sahen die Jünger Jesus auf dem Ölberg. Er befahl ihnen, überall Menschen zu seinen Jüngern zu machen, und versprach ihnen das Geschenk des Geistes, der ihnen die Kraft dazu geben würde. Dann wurde er sichtbar von ihnen hinweg genommen. Bis zu seiner Wiederkunft sollte er sich nun nicht mehr zeigen.

Hinweis

Es lohnt sich, die Berichte über das Leben Jesu in den vier Evangelien zu vergleichen und festzustellen, wie sich die Schreiber von ihren verschiedenen Perspektiven her gegenseitig ergänzen.

Bibelstudium

Denkanstöße

  1. Lies Johannes 17, 1-5 Welches „Werk" sollte Christus tun? Wie traget die Hauptereignisse seines Lebens dazu bei?
  2. Wie bereitete sich Jesus nach dem was wir wissen, auf seine Hauptaufgabe vor? Wie bereitete er seine Jünger vor?
  3. Jesus Christus hatte kein eigenes Haus, er ist nie aus Palästina herausgekommen und hat nie ein Buch geschrieben. Worauf führst du es zurück, dass er dennoch eine solche Wirkung auf die Welt gehabt hat?
  4. „Wenn Jesus doch heute da wäre!" Wie sollte man auf diesen Wunsch reagieren? Lies Johannes 16.5-7.

 

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