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2.6 Die Dreieinigkeit Gottes

Es gibt nur einen Gott. Doch Gott besteht aus drei Personen, dem Vater, dein Sohn und dem Geist, die alle gleichermaßen Gott sind.

Im Alten Testament vorausgeahnt

Das alte Testament betont, daL3 Gott eins ist. Besonders der Prophet Jesaj a sagt, daß es nur einen Gott gibt und daß alle anderen „Götter" falsch sind. Zugleich benennt jedoch der erste Satz der Bibel Gott mit einer Pluralform (elohim), die dann noch hunderte Mal vorkommt.

Es gibt im Alten Testament genug Andeutungen, aus denen man auf drei Personen innerhalb der Dreieinigkeit schließen kann. So sagt Gott oft, wenn er von sich selber spricht,

und es gibt Erscheinungen und Visionen, die verschiedene Personen innerhalb der Dreieinigkeit vermuten lassen.

Im Neuen Testament bestätigt

Die Lehre Jesu über den Vater und den Geist im Neuen Testament ist sehr klar: es gibt nur einen Gott-aber der Vater, der Sohn und der Geist sind jeder für sich Gott.

Das Neue Testament gibt uns zwar keine Formel der Dreieinigkeit, doch die Beweislage ist eindeutig. In der Einheit des einen Gottes gibt es eine Dreifaltigkeit von Personen, die die Rettung des Menschen wirken und in deren Namen wir taufen.

Im Glauben angenommen

Einzelne Belegstellen reichen für ein klares Verständnis der Dreieinigkeit nicht aus. Wir müssen die ganze Lehre Jesu und seiner Apostel studieren und alle Fäden der Wahrheit verfolgen, die durch die Bibel laufen und sich auf den Willen des Vaters, das Werk des Sohnes und das innere Wirken und Zeugnis des Heiligen Geistes beziehen.

Gott Vater

Die erste Person der Dreieinigkeit nennen wir den Vater; nicht in erster Linie wegen seiner Beziehung zu den Geschöpfen, sondern wegen der Beziehung zu seinem ewigen Sohn.

Der Vater dominiert im Alten Testament. Doch selbst da wird Gott als der Eine gesehen, als Retter und Geist-das weist voraus auf die Fülle der Offenbarung der drei Personen in der einen Gottheit.

Gott Sohn

Die zweite Person der Dreieinigkeit nennen wir den Sohn. Er ist in Jesus Christus Mensch geworden, um uns Menschen aus der Herrschaft der Sünde zu befreien. Als der Sohn Gottes war er an der Schöpfung aller Dinge beteiligt und hat Teil an Gottes ewiger Herrlichkeit.

Innerhalb der Dreieinigkeit ist der Sohn dem Vater untergeordnet, doch nur wegen des ihm aufgetragenen Werkes. Der Sohn ist vom Vater ausgesandt und handelt ganz aus der Autorität des Vaters heraus.

Gott Heiliger Geist

Die dritte Person der Dreieinigkeit wurde vom Vater im Namen Christi gesandt, um im Leben der Christen all das persönlich wirksam werden zu lassen, was Christus im Kreuz zugänglich gemacht hat. Wie Jesus einst unter uns gelebt hat, lebt der Geist nun in uns.

Zwar handelte der Geist auch schon im Alten Testament doch seine Hauptaufgabe hat erst nach der Himmelfahrt begonnen. Er weist die Menschen auf Christus hin, spricht zur Kirche in allen Zeiten und rüstet die Christen mit der Fähigkeit aus, Gott zu dienen.

Hinweis

Die Dreieinigkeit muß keine für unser Leben belanglose Wahrheit bleiben. Wir werden ihre Wahrheit da am besten verstehen, wo wir das Werk des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes in unserem Leben erfahren.

Bibelstudium

Denkanstöße

  1. Lies Johannes 14, 8-21. Geh den Abschnitt sorgfältig durch, und versuche zu verstehen, in welcher Beziehung die verschiedenen Personen der Dreieinigkeit zueinander stehen, sowohl darin, wer sie sind, als auch was sie tun.
  2. Warum hat Gott im Alten Testament die Dreieinigkeit nicht so klar enthüllt wie im Neuen? Was sagt uns das darüber, wie Gott sich offenbart?
  3. Lies 2. Mose 3, 1-fi. Was können wir beim Nachdenken über die Dreieinigkeit aus der Antwort des Mose auf Gott lernen?
  4. Die Lehre der Dreieinigkeit ist mehr als ein bloßer Streit um Worte. Wie kann man auch praktischen Nutzen aus dieser Lehre ziehen?

 

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