Bibelgrundkurs auf Salomo.net

2.3 Das Wesen Gottes

Gottes Wahrheit, Heiligkeit und Güte finden in seinen Werken Ausdruck; gelten sogar denen, die sich gegen seine Herrschaft auflehnen.

Gottes Wahrheit gehört untrennbar zu seinem Wesen

Gottes Wahrheit ist die Grundlage allen Wissens. Die Wahrheit ist unveränderlich. Sie wird sich nicht wandeln oder verschiedenen Kulturen und Wertsystemen anpassen. Die Wahrheit gehört zum Wesen Gottes - sie hat immer existiert und wird immer existieren.

Unser Dasein ist also keine Täuschung, wie manchmal behauptet wird. Die Gesetze des Weltalls sind konstant. Von Gott kommt Wahrheit, und sie ist in Übereinstimmung mit seinem Wesen. Besonders anschaulich wird dies wiederum in der Person Jesu, der als Sohn Gottes den Anspruch erhob, das Zentrum der Wahrheit zu sein.

Gottes Heiligkeit reagiert auf jede Unreinheit

Gott ist heilig. Keine Feststellung der Bibel stellt mehr Forderungen an uns als diese. Gott ist heilig, d. h. er ist ganz dem Guten verpflichtet und kämpft gegen das Böse.

Wie die Bibel lehrt, ist Gott allein ganz rein und frei von Sünde. Daraus ergibt sich, daß es für den Sünder völlig unmöglich ist, in Gottes Gegenwart zu leben, es sei denn, er werde vorher gereinigt.

Gottes Liebe gilt allen Menschen

Die Schrift ist voll von Gottes Liebe, Gnade, Barmherzigkeit und Treue. Die menschliche Liebe ist nur eine unvollkommene Spiegelung der Liebe, die zum Wesen Gottes gehört.

Diese Liebe verlangt danach, dem Sünder zu vergeben, ohne auf die Forderungen göttlicher Gerechtigkeit zu verzichten. Sie findet ihren höchsten Ausdruck am Kreuz.

Gottes Barmherzigkeit gibt uns nicht, was wir verdienen

Gottes Heiligkeit und moralische Reinheit verlangen, daß diejenigen, die sich gegen seine Autorität stellen, vor Gericht gestellt und bestraft werden. Und doch ist die Bibel voll von Beispielen der Barmherzigkeit Gottes.

Die Bibel zeigt uns einen Gott, der zögert, die Sünder zu bestrafe-n. Er gibt den Menschen viel lieber die Chance, sich vom Bösen abzuwenden.

Gottes Gnade gibt uns, was wir nicht verdienen Das Wort „Gnade" bedeutet, daß Gott großzügig zu uns ist, obwohl wir seinen Zorn verdienen. Es gibt zwei Arten der Gnade. Einmal die allgemeine Gnade; sie gibt die Gaben Gottes in der Natur (die Jahreszeiten, unsere Begabungen, die Beziehungen zu anderen Menschen) an alle Menschen, gleich welcher Einstellung.

Auf der geistlichen Ebene erfahren wir Gottes rettende Gnade. Er hat der Welt sogar seinen Sohn gegeben und damit allen das Geschenk des ewigen Lebens zugänglich gemacht, die auf dieses Angebot antworten.

Gottes Treue sorgt für unser tägliches Leben

Die Psalmisten weisen immer wieder auf die Treue Gottes hin, die im stetigen Kreislauf der Natur, in jedem neuen Morgen anschaulich wird. Es ist Gottes Welt, sein Reichtum umgibt uns.

Und doch muß der Mensch in dieser Welt mit Gefahren und Mühen fertig werden, denn durch den Einbruch der Sünde ist sie unvollkommen. Christen wie Nichtchristen müssen auf Krankheit und Versuchung gefaßt sein. Doch wer auf Gott vertraut, darf seiner allumfassenden Sorge und Herrschaft über das Weltgeschehen sicher sein.

Hinweis

Es ist wichtig, alle Aspekte von Gottes Wesen zu sehen. Wenn wir nur die Heiligkeit Gottes sehen, so wird er uns hart und fordernd erscheinen. Sehen wir nur den liebenden Gott, so erscheint er uns vielleicht ungerecht und machtlos.

Bibelstudium

Denkanstöße

  1. Denke über die Lehre von Psalm 103 nach und versuche einige dort beschriebene Eigenschaften Gottes aufzuzählen. Welche dieser Eigenschaften sind dir in deinem Leben wichtig geworden?
  2. Was antwortet die Bibel denjenigen, die weiter sündigen und annehmen Gott werde schon alles vergeben? Überdenke deine Antwort im Licht von Römer 2, 4 u. 5.
  3. Worin unterscheiden sich die allgemeine und die rettende Gnade Gottes? Wer ist der jeweilige Empfänger?
  4. Wie können wir unsere Dankbarkeit für das, was wir alles von ihm erhalten haben, Gott gegenüber am besten ausdrücken?

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