Bibelgrundkurs auf Salomo.net

2.2 Die Eigenschaften Gottes

Gott hat einige Eigenschaften, die ganz einzigartig sind und von keinem anderen Wesen geteilt werden.

Gott ist allgegenwärtig

Gott hat die Natur geschaffen und darf daher nicht mit ihr verwechselt werden (diesen Fehler machen die Pantheisten). Ebensowenig sollten wir Gott von seiner Schöpfung trennen und meinen, er sei abwesend (diesen Fehler machen die Deisten).

Die Bibel lehrt, daß es in der ganzen Schöpfung keinen Platz gibt, der uns vor Gott verbergen könnte. Gott ist im ganzen Weltall anwesend. Wir müssen auch aufpassen, daß wir Gott nicht in seiner Gegenwart unter den Menschen einschränken. Er ist schöpferisch anwesend in seinen Werken; er ist moralisch anwesend im menschlichen Verhalten; und in seinem Volk ist er geistlich anwesend. Er herrscht auch überall über die Nationen. Regierungen und Systeme.

Gott ist allmächtig

Die Bibel gibt uns viele Beispiele der Macht Gottes. Er vereitelt die Vorhaben mächtiger Nationen. Er beherrscht die Natur - das zeigt sich besonders auch in den Wundern Jesu.

All diese Aussagen könnten uns jedoch vielleicht nur schließen lassen, Gott sei eben um vieles mächtiger als wir selbst. Die Tatsache, daß er allmächtig ist, zeigt sich jedoch in seiner Rolle als Schöpfer aller Dinge, als Richter aller Menschen und als den Einen, der alle Mächte des Bösen unterwerfen wird. Die Bibel bezeichnet ihn als den einzigen Gott, ihm gehört alle Macht.

Gott ist allwissend

Gottes Wissen folgt aus seiner Allgegenwart. Weil er Himmel und Erde füllt, liegt ihm alles vor Augen, und er weiß alles. Er durchschaut Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Er kennt alle Ereignisse, Gedanken, Gefühle und Handlungen.

Jedes Wissen der Geschöpfe muß erworben und erlernt werden. Gottes Wissen ist ewig, und es gehört ihm ganz - er hat es von niemand gelernt.

Die Lehre von der Allwissenheit ist für unser Gottesverständnis von größter Bedeutung. Wäre Gott nicht allwissend, so könnten wir nicht an ein gerechtes Gericht in der Geschichte und am Ende aller Zeiten glauben. Das trifft auch auf den Bereich der Anbetung zu. Christen beten einen Gott an, der ganz versteht, wie es uns geht, welche Nöte wir haben; der nicht nur unsere Worte hört und versteht, sondern auch unsere geheimen Gedanken und Wünsche, und der das Ende schon-vom Anfang her kennt.

Gott steht über Raum und Zeit

Die Bibel beschreibt Gott als den Anfang und das Ende. Er hat schon immer existiert, und er schuldet seine Existenz niemand. Die Schrift lehrt uns, daß Gott sich im Gegensatz zur ewig sich wandelnden und zerfallenden Welt nicht ändert in seiner Person und seinen Plänen.

Er wächst nicht, und er schwindet nicht. Er kann nicht weiser, heiliger oder gnädiger werden, als er es immer schon war oder sein wird.

Der Christ ist wie jeder andere Mensch auf einen zeitlichen Leib und eine sich ständig wandelnde Umgebung eingeschränkt. In dem ewigen Gott erhält er ein bleibendes Fundament, eine sichere Heimstatt und einen Platz der Ruhe.

Hinweis

Diese Beschreibung der Eigenschaften Gottes gibt uns nur das halbe Bild, dass die Bibel von ihm zeichnet. Der moralische Aspekt Gottes rundet das Bild ab und weist uns daraufhin, daß im Herzen des Universums Güte und Barmherzigkeit schlagen.

Bibelstudium

Denkanstöße

  1. Lies Psalm 139, 1-18. Welche Hauptwahrheiten über Gott werden in den Versen 1-6, 7-12
  2. und 13-18 ausgedrückt? Wie sieht der Psalmist seine Beziehung zu Gott? Versuche alles aufzuzählen, was Gott für ihn getan hat.
  3. Welchen Einfluß sollte unser Wissen vom Wesen Gottes auf unser Gebetsleben haben? Wenn du darüber nachgedacht hast, sieh dir Psalm 139, 23 u. 24 an.
  4. Betrachte 5. Mose 29, 29. Wie können uns diese Worte von Moses da helfen, wo unser Wissen
    (z. B. von der Zukunft) beschränkt ist?
  5. Versuche das Lob des Apostels Paulus zu deinem eigenen zu machen. Bete Gott mit den Worten von Römer 11, 33-36 an.

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