Bibelgrundkurs auf Salomo.net

Wichtige Hinweise

Der Bibelgrundkurs ist eine Übertragung der Heftreihe "Die Wahrheit der Bibel". Ich finde diese Reihe sehr gut und möchte sie auf diesem Weg auch anderen zugänglich machen. Allerdings will ich doch noch einige persönliche Anmerkungen dazu machen.

 

Einsatz des Grundkurses

Der Grundkurs eignet sich besonders für Menschen, die sich schon länger mit den Fragen des christlichen und biblischen Glaubens beschäftigt haben, und die sich nun die einzelnen Themen noch einmal strukturiert, grundlegend und im Gesamtzusammenhang vorknöpfen möchten. Vor allem ist er aber dazu geeignet, die angesprochenen Themen in Gesprächskreisen gemeinsam zu erarbeiten.

Er besteht aus 9 Themenkomplexen, die jeweils in 6 Kapitel unterteilt sind. Am Ende jeden Kapitels finden sich zu den erarbeiteten Punkten entsprechende Bibelstellen und einige Fragen zum Nachdenken.

Für Außenstehende und Einsteiger ist der Kurs meiner Meinung nach nicht so gut geeignet. Das hat 2 Gründe:

1. Bei diesem Kurs wird vorausgesetzt dass der Leser der Bibel bereits ein gewisses Maß an Vertrauen entgegen bringt und über die Grundzüge christlichen Glaubens etwas informiert ist. (Siehe Anmerkung zum Thema Herrschaft)

2. Die Sprache enthält an manchen Stellen christlichen Jargon und wirkt deshalb auf diejenigen, die mit den im christlichen Umfeld üblichen Formulierungen nicht so vertraut sind, etwas gewöhnungs- und erklärungsbedürftig. (Siehe Anmerkung zum Jargon)

Ein entsprechender Einführungskurs für Außenstehende und Einsteiger ist eine interessante Herausforderung und vielleicht stelle ich mich ihr einmal selbst.

 

Autoren, Geschichte und Copyrights

Die Texte stammen von den Autoren Richard Bewes und Robert Hicks und wurden von Simon Jenkins herausgegeben. Ins deutsche übersetzt wurden sie von Wolfgang Krauss. Das Copyright der englischen Originalausgabe lag 1981 bei Creation Publishing. Das der deutschen Ausgabe beim Hänssler-Verlag Stuttgart. Dort erschienen diese Texte 1981 als Heftchenreihe. Diese Reihe ist allerdings schon lange vergriffen und das bedeutet, dass die Textrechte von Hänssler an den Originalverlag zurückgegangen sind. Dieser existiert aber leider nicht mehr, so dass im Moment leider unklar ist, bei wem die Rechte denn nun liegen. Meine Nachforschungen liefen da ins Leere und auch der Hänsslerverlag konnte mir da nicht weiterhelfen. Damit diese aus meiner Sicht wertvollen Ausarbeitungen aber nicht verlorengehen, habe ich sie nun online verfügbar gemacht.

Viel Spaß mit diesem Kurs wünscht Ihnen

Michael Schneider

 

 

Anmerkung zum Thema Herrschaft

Eine Schwierigkeit für Außenstehende ist das Thema der Herrschaft. Heutzutage will keiner mehr einen Herrscher haben und keiner will mehr beherrscht sein. Christen sind aber der Meinung, dass jeder Mensch beherrscht wird. Von wem oder was auch immer. Sei es nur von seinen eigenen Gefühlen, seinem Stolz, seiner Eifersucht, oder von anderen Süchten und Kräften. Da ist es Christen schon lieber, sie werden von Jesus beherrscht, der es gut mit ihnen meint und der am Besten weis, was Sie brauchen. Deshalb verehren Sie Jesus als den Herrscher über ihr Leben. Der Gedanke von einem Menschen beherrscht zu werden, der vor rund 2000 Jahren starb wirkt auf viele Zeitgenossen schlichtweg grotesk und kann in der Regel nicht nachvollzogen werden.

Ja oft ist das sogar Anlass zu Spott, vor allem wenn sich bei Christen dann im Alltag zeigt, dass es mit der Herrschaft Jesus über das Leben nicht weit her sein kann. Und jeder kennt sicherlich solche Leute. Vielleicht sind diese Menschen ja erst am Anfang ihres Weges mit Jesus. Auch wenn sie schon ihr halbes Leben dort stehen. Oder sie reden nur so fromm daher und das ist dann wirklich abstoßend.

Die Anerkennung Jesus als den Herrn seines Lebens ist auch tatsächlich die Grenzlinie zwischen Christen und Nichtchristen. Das Überschreiten dieser Schwelle ist der Schritt in ein Leben mit Gott. Dieser Schritt sollte gut überlegt sein. Ich hoffe dass Sie, soweit Sie diesen Schritt noch nicht gemacht haben, Christen finden, die Ihnen erklären können, was das denn in der Praxis bedeutet. Christein kann man nicht lernen, sondern nur einüben; und dazu bedarf es einiges an Vertrauen auf das was man sich da einlässt. Ich hoffe dass dabei dann dieser Kurs auch eine Hilfe sein.

 

Anmerkung zum christlichen Jargon

Das mit dem chistlichen Jargon ist aus meiner Sicht ein echtes Problem. Zum einen weil viele Wörter in der Alltagssprache nicht mehr oder nur noch mit anderen Bedeutungen benutzt werden. Bedauerlicher ist aber, dass viele Begriffe, die im christlichen Umfeld positiv besetzt sind, im Alltagsdeutsch negativ besetzt sind, oder zumindest sehr suspekt erscheinen. Vielleicht wäre es sogar lohnenswert mal ein kleines Wörterbuch dazu zu schreiben.

Da den meisten dies gar nicht bewußt ist, hier zwei Beispiele mit Chris, dem christlicher Jargon geläufig ist und Fred, dem das alles fremd ist.

Wenn Fred etwas glauben soll, dann ist das für ihn gleichbedeutend mit vermuten und wenn er jemandem glauben soll, dann soll er etwas für wahr halten. Wenn er an jemanden glauben soll, dann kann er damit gar nichts anfangen. Chris denkt aber bei Glauben immer daran an jemanden zu glauben. Das hat nichts mit Vermutungen und Wahrheiten zu tun, sondern schlicht und einfach nur mit Vertrauen.

Wenn Fred von Chris ein Zeugnis bekommt, dann erwartet Fred eine Beurteilung seiner Tätigkeit Chris will aber niemand beurteilen, sondern er will erzählen, wie Gott ihm geholfen hat. Was das mit Zeugnis zu tun hat kann Fred nun gar nicht nachvollziehen.

Die Liste liese sich jetzt noch weiter fortführen und Mißverständnisse scheinen da vorprogrammiert.

 

 

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